Druckartikel: Zwei Tage lang feiern die Ailsbacher ihr Jubiläum

Zwei Tage lang feiern die Ailsbacher ihr Jubiläum


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 12. August 2026

Alter Bulldog am Weiher. Sandra Buchwald


Das Dorf hat für die Gemeinschaft sogar eine eigene Adresse, denn dort steht das Dorfgemeinschaftshaus mit der Nummer 10. Es ist seit vielen Jahren der Mittelpunkt für die aktiven Dörfler. Am Wochenende haben die Ailsbacher das 40-jährige Bestehen ihrer Dorfgemeinschaft gefeiert.

Ganz Ailsbach hat angepackt und dem Dorf die gebührende Festivität für vier tolle Jahrzehnte beschert. Auch das Wetter passte für das Fest rund um den idyllischen Weiher.

Besonders diejenigen, die bei der Gründung dabei waren, freute es, dass die Dorfgemeinschaft festen Bestand hat. Etwa das Ehepaar Renate und Heinrich Heimann, das die Kulisse des Hirtenhauses als das zentrale Plätzchen des Dorfes genießt. Andere Festgäste versammeln sich an der wenige Schritte entfernten Wandertafel des Dorfes. Dort startete Dorfchronist Harald Kaiser seine historisch geprägte Dorftour. Auch für Bürgermeister Günter Rost ist es spannend, was Chronist Kaiser erzählt. Der ist fast so etwas wie ein wandelndes Lexikon für Ailsbach und er hat bereits zwei Bücher über das Dorf und seine Geschichte verfasst. Für das Fest hat er die passenden Stationen zusammengestellt sowie alte Fotos parat. Sogar das Replikat der Gründungsurkunde aus dem Jahr 1023 ist zu bestaunen.

An den Stationen der Dorftour erzählt Harald Kaiser viel Wissenswertes über die Ailsbacher Geschichte: die Kriege, den heftigen Wolkenbruch 1971, als der Weiher auf der Wiese kurzfristig so etwas wie das Ailsbacher Meer erschaffen habe. Das politische Highlight sei die Bürgermeisterwahl von Theo Link gewesen. „Wer hätte geglaubt, dass irgendwann mal das kleine Dorf den Bürgermeister Lonnerstadts stellt?“, freut es Kaiser heute noch und der amtierende Bürgermeister Rost schmunzelt.

Auch das Fest der Dorfgemeinschaft habe sich verändert, schildert Kaiser . Die ersten 25 Jahre hätten die Ailsbacher in der alten Waldhütte gefeiert. Jetzt sei der Dorfplatz die perfekte Kulisse, wegen des Hirtenhauses und dem idyllischen Flair des Weihers sei es dort besonders schön.

Für die Ailsbacher hatte das diesjährige Fest wieder viel zu bieten. Es gab den traditionellen Flohmarkt direkt am Weiher, die historischen Bulldogs waren zu bestaunen. Die „Blauen Funken Frimmersdorf“ hatten ihren Auftritt, dazu die musikalische Abrundung durch die über die Grenzen des Aischgrundes hinaus bekannten Partyband „Reline“ und zünftige Blasmusik von den „Weingartsgreuther Musikanten“.  sab