Zu dem vom Bundespräsidenten ausgerufenen Gedenktag für die Opfer der Corona-Pandemie waren auch die Gemeinden eingeladen teilzunehmen. Mit einer zentralen Gedenkveranstaltung wurde am Sonntag der Verstorbenen der Corona-Pandemie gedacht, die vor gut einem Jahr begann und bislang bundesweit insgesamt fast 80 000 Todesopfer gefordert hat. In der täglichen Berichterstattung um das Infektionsgeschehen mit Fallzahlen, Inzidenzwerten, Notbremse und Impfung wirkt sie gelegentlich nur noch wie eine Notiz.

Die Menschen, die den Kampf gegen das gefährliche Coronavirus nicht gewinnen konnten, sind die Menschen, die durch Corona ihr Leben verloren haben. Raum, sich an die Verstorbenen der Corona-Pandemie zu erinnern und ihrer zu gedenken , bot der Gedenktag am Sonntag.

Ein Tag des Abschiednehmens

Auch der Markt Weisendorf beteiligte sich an dem Gedenken . Da Kontakte ja coronabedingt vermieden werden sollen, gedachten Landrat Alexander Tritthart und Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein um 8 Uhr am Rathaus der Pandemieopfer. „Das ist ein Tag des Innehaltens, des Abschiednehmens, eine wichtige Station auf dem Weg durch die Trauer “, erklärte Landrat Tritthart.

„Wir wollen nicht nur der Verstorbenen gedenken , sondern in würdigem Rahmen auch ihre trauernden Angehörigen , ihre Ehefrauen und -männer, Kinder und Enkel, mit einbeziehen. Deshalb werden wir an die Corona-Todesopfer zu einem späteren Zeitpunkt erinnern. Dann, wenn wir wieder in einem größeren Kreis zusammenkommen können. Denn es scheint mir wichtig, dass wir gerade die Menschen, die ihre sterbenden Angehörigen nicht begleiten durften, hierbei nicht vergessen“, erklärte Bürgermeister Hertlein abschließend.