Vielseitige Teamarbeit sorgte für das Gelingen eines großes Gesamtwerks

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Die Prozession zog durch Höchstadt.
Die Prozession zog durch Höchstadt.
Karola Goncalves

Bei idealem Wetter fand die Fronleichnamsprozession durch die Straßen Höchstadts statt. Im Schlosshof feierten die Gläubigen den Festgottesdienst, bevor sich der lange Zug in Bewegung setzte.

Der Vorsitzende des Festausschusses, Georg Franz, konnte sich erneut auf eine vielseitige Teamarbeit zum Gelingen eines großen Gesamtwerks verlassen. Simon und Alois Plätzer bauten an den vier Stationen in der Bamberger Straße, am Polizeikreisel, am Schillerplatz und vor dem Rathaus die Altäre auf, die traditionell von den Familien Biemüller, Übel, Bodendorfer und Lehmann geschmückt wurden.

Das Team Riegler, die Grottenbaugruppe und der Skiclub ermöglichten zusammen mit dem Bauhof der Stadt Höchstadt und der Hausverwaltung des Landratsamts die Rahmenbedingungen für den Festgottesdienst im Schlosshof. Das Mesnerteam um Gerhard Wirkner, Andrea Vogel und Georg Geyer kümmerte sich auch in diesem Jahr um den Schmuck in Kirche und Schlosshof.

Auch sieben Barockfiguren aus der Stadtpfarrkirche wurden von den Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätten und Vereinen mitgetragen, geschmückt mit Blumen, die Anne Hohenberger, Sabine Schäfer und Renate Lehmann zu geschmackvollen Gebinden zusammenstellten.

Unterwegs zu vier Altären

Unterwegs zu den vier Altären sprach Wolfgang Köberlein Gebete für die die Welt- und Ortskirche, für die Heimat und die Gesellschaft, für die Schöpfung und um eine gute Ernte sowie für die Stadt und alle ihre Bewohner. Die Höchstadter Feuerwehr sperrte mit einem Großaufgebot den kilometerlangen Prozessionsweg, so dass die Fahnen der Vereine und der sieben Zünfte zusammen mit den vielen Prozessionsteilnehmern sicher durch die Straßen ziehen konnte.

Die Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs freute auch den neuen Höchstadter Polizeichef Armin Backert, der mit einer Abordnung an der Prozession teilnahm.

Die Stadtkapelle Höchstadt unter der Leitung von Georg Römer begleitete bereits den Freiluftgottesdienst im Schlosshof und umrahmte den Festtag musikalisch. Musikalischer Höhepunkt waren das Glaubensbekenntnis des Orchesters bei der musikalischen Huldigung auf dem Marktplatz und das Zusammenspiel mit der Weise-Orgel, gespielt von Reinhard Döring zum Ende der Prozession in St. Georg.

Für die Kinder fand ein eigener Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche statt, den Wolfgang Först, Aaron Blumethal und Maria Marx kindgerecht vorbereiteten und der in das Prozessionsende einmündete.

Eucharistie als ewige Quelle

Stadtpfarrer Kilian Kemmer deutete den gesamten Aufwand und die Tradition des Festtags als Ausdruck des katholischen Glaubens, dass Jesus Christus nicht nur punktuell anwesend ist, sondern in der Eucharistie stets gegenwärtig bleibt.

Das Mittragen des heiligen Brotes bei der Prozession versinnbildlicht das Unterwegssein von Jesus Christus mit den Menschen in allen ihren Lebensumständen. Anlässlich des 200. Todestags des Höchstadter Naturwissenschaftlers Ritter von Spix trugen die Geistlichen die von ihm für seine Heimatpfarrei gestiftete klassizistische Monstranz bei der Prozession mit.

Die vielen nationalen und internationalen Krisen mit Kriegen und ökologischen Problemen, wie auch die Sorgen der jungen Menschen vor der Zukunft oder die Ängste der älteren Generation litten nicht unter einem Hunger des Leibes, sondern entbehrten einer Speise für die Seele, meinte Kilian Kemmer .

„Die Eucharistie stellt eine nie versiegende Quelle dar, aus jedem Burnout herauszufinden.“ Für diese Überzeugung haben nach Ansicht des Stadtpfarrers an Fronleichnam unglaublich viele Menschen einen Weg bereitet und sind ihn mitgegangen. red