Stadtführung Heimatverein: Innenstadtläden anno dazumals
Autor: Redaktion
Erlangen, Dienstag, 03. März 2026
Den östlichen Teil der Innenstadt erkundeten zahlreiche Interessenten bei einer Führung des Heimatvereins Herzogenaurach mit Kreisheimatpfleger Dr. Manfred Welker. Am Marktplatz, in der Hinteren Gasse, der Reytherstraße und im östlichen Teil der Hauptstraße reihte sich über viele Jahre ein Geschäft an das Andere.
Allein um den Marktplatz luden die Gasthäuser roter Ochse, weißer Hahn, schwarzer Bär weißes Roß und Glaß zum Einkehren ein.
Die Arztpraxis von Dr. Max Wölfel lag zentral in der Innenstadt, genauso wie die Bäckerei Römmelt und der Schreibwaren- und Spielzeugladen Ellwanger, der „Schnitzer“.
Im Steinweg befand sich die erste Filiale der Raiffeisenbank, die Reinigung Amon, das Textilhaus Fischer, das Kaufhaus Welzel, deren Besitzer auch eine Fahrschule betrieb. Bei Stubenrauch konnte Eisenwaren erworben werden.
Von der Herzogenauracher Molkerei am Kirchenplatz bezogen die Innenstadtbäckereien ihre Milch in 40-Liter-Kannen. Milch und weitere Molkereiprodukte konnten bei Islinger im Steinweg und Reinhold in der Hauptstraße von der Kundschaft erworben werden.
Beim Buri Eugen am Kirchenplatz gab es neben Obst auch Sauerkraut für „a Zehnerla“ offen aus einem Faß. Auf dem Heimweg von der Carl-Platz-Schule machten viele Schulkinder einen Abstecher bei der „Bonbon-Tante“, Ecke Rahmberg und Edergasse, um sich mit Schaummäusen, Eßpapier und weiteren Süßigkeiten den Heimweg etwas leichter zu machen.
Auch in der Reytherstraße hatten Geschäfte ihren Sitz, die Schneiderei Seitz, das Lebensmittelgeschäft Grumann, die Arztpraxis Dr. Walther und das Fischgeschäft Wilczek, außerdem die Spedition Hertwich.