Für den Kreisausschuss hatten die Freien Wähler beantragt, dass als Instanz für die Umsetzung der neuen Tourismusregion engagierte Kreisrätinnen und Kreisräte die schlagkräftige Arbeitsgruppe bilden sollten, die das Konzept entwickeln sollten.
Mit Hilfe der Profis der Wirtschaftsförderung des Landkreises sowie professioneller Fachberater wolle man die „4 Ks“ und noch vieles mehr präsentieren und so den Bekanntheitsgrad der Region verbessern. Die Fraktion hatte für dieses Projekt auch die jeweiligen Haushaltsmittel als Teil des Antrages gefordert.
Doch war die jüngste Sitzung des Kreisausschusses genau jene, in der den Räten die gegenwärtigen desaströsen Daten des Kommunalen Finanzausgleichs für das Jahr 2027 präsentiert wurden. Gerade deswegen hatten sowohl Landrat Alexander Tritthart als auch die Kreisräte bekräftigt, dass sie jedes Sparpotenzial nutzen müssten. Das Geld, das für die Entwicklung der künftigen Tourismusregion gefordert sei, könne und wolle man jetzt nicht zahlen.
Teilweise sei das sogar unnötig: Rund ums Regionalmanagement hatte etwa German Hacker angeführt, dass die meisten geforderten Daten sowie die als digitale Info für Interessenten verfügbare Apps doch schon längst da seien. Man müsse das bloß nutzen, so Hacker .
Landrat Tritthart fügte ergänzend an, dass für Arbeitsgruppen wie die jetzt geforderte auch Kosten wie das klassische Sitzungsgeld für die teilnehmenden Räte entstünden. Außerdem hatte auch er wie German Hacker die schon verfügbaren Tools und Maßnahmen für die Region angemerkt, die es bereits gebe, etwa die Leistungen des Tourismusverbands Frankens, den Regnitzradweg sowie die „Lieblingsorte“-Broschüre, die speziell für die Direktvermarkter der Region entwickelte Broschüre oder den Landkreisreiseführer, der jetzt erstellt würde.
Niederschwellige Optionen
Die triftigen Gründe überzeugten auch Karsten Fischkal sowie die Freien Wähler , die als Folge den gestellten Förderantrag wieder zurückzogen und statt der Arbeitsgruppe das Projekt jetzt durch niederschwellige Zusammenkünfte weitertreiben wollen.
Manfred Bachmayer regte außerdem an, dass die Mitglieder die „4 Ks“ als Symbole für die Tourismusregion Erlangen-Höchstadt durch ein fünftes „K“ ergänzen sollten: für die Keller.