Druckartikel: Autofahrer wütend: Wo Höchstadt das Parken unmöglich macht

Autofahrer wütend: Wo Höchstadt das Parken unmöglich macht


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 30. Sept. 2026

Wo Autos auf Gehwegen parken, wird es zu eng für Radfahrer. Nun möchte der Stadtrat Parken dort unmöglich machen. Wo sich Autofahrer nicht mehr hinstellen können.
Damit hier auf dem Geh- und Radweg vor der Metzgerei Schulz in der Großen Bauerngasse keine Autos mehr halten können, stellt die Stadt Höchstadt hier Pfosten auf. Andreas Dorsch


Wer hat mit seinem Auto auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub nicht schon einmal schnell vor einer Metzgerei oder Bäckerei angehalten, um sich mit Brotzeit zu versorgen? Weil auch in Höchstadt solche Aktionen an der Tagesordnung sind und dabei immer wieder auf Rad- und Gehwegen geparkt wird, ist die Stadt jetzt aktiv geworden. Als erstes bekommt die Metzgerei Schulz in der Großen Bauerngasse den Arm des Gesetzes zu spüren. Zwar gibt es im Hof des beliebten Ladens einige Parkmöglichkeiten, doch halten viele einfach vor dem Geschäft auf dem Geh- und Radweg.

Dass das grundsätzlich verboten ist, stört die Wenigsten. Wie Bürgermeister Alexander Schulz ( CSU ) auf Anfrage in der jüngsten Stadtratssitzung erklärte, stelle die Stadt jetzt am Rande des Geh- und Radwegs Pfosten auf, um es Autofahrern unmöglich zu machen, hier zu halten. In Höchstadt löst das Vorhaben große Diskussionen aus und stößt bei vielen auf Unverständnis. Muss das sein, wo doch der Gehweg an dieser Stelle breit genug ist?

Ja, meinen der Bürgermeister und seine Verwaltung. Es habe hier schon Unfälle und immer wieder gefährliche Situationen gegeben, unter anderem auch einen Armbruch bei einem Fahrradsturz. Günther Geyer (UWGH) und Sven Berwein (JL) sprachen gar von Existenzgefährdung für die Metzgerei, wenn die Haltemöglichkeit vor der Tür unterbunden wird. Schulz sieht das anders.

sdfsdf

So habe die Stadt gleich um die Ecke an der Einmündung Medbacher Tor fünf Kurzzeitparkplätze ausgewiesen, auf denen die Kunden parken können. Dem Vorschlag von Günther Geier, den Grünstreifen dort zu entfernen und so mehr Platz zu gewinnen, konnte der Bürgermeister nicht folgen. Dafür schlägt er Autofahrern vor, einfach auf der Straße anzuhalten. Dagegen hätte Metzgermeister Manfred Schulz nichts einzuwenden, würde nicht genau vor seinem Grundstück ein absolutes Halteverbot gelten.

Wenn die Pfosten kommen, müsste wenigstens das Halteverbot aufgehoben werden, findet der Unternehmer, der auch weiterhin Lastwagen- und Busfahrern die Möglichkeit einräumen möchte, kurz zu halten und sich zu verpflegen. Metzger Schulz – der übrigens mit dem Bürgermeister nicht verwandt ist – lehnt die Pfosten ab. Ihm wäre es lieber, den Grünstreifen zu versetzen oder aufzulassen. Eine ähnliche Situation wie in der Großen Bauergasse gibt es in der Brückenstraße vor der Bäckerei Fumy.

dfgdgf

Hier hat der Gehweg eine Ausbuchtung, die Kunden gerne nutzen, um mal schnell Brot und Gebäck mitzunehmen. Das Parken auf dem Gehweg ist natürlich auch hier nicht erlaubt. So laufen in der Stadtverwaltung Überlegungen, wie man das den Autofahrern unmöglich machen könnte. Weil der Gehweg zwischen Stadtturm und Aischbrücke in der Regel auch von Radlern genutzt wird, soll denen das bisher illegale Befahren bald offiziell erlaubt werden.

Für ältere Höchstadter wäre das nicht neu. Wie die farblich unterschiedliche Pflasterung vermuten lässt, war dieser Weg ursprünglich für Radler und Fußgänger angelegt worden. Dann änderten sich die Vorschriften und er war plötzlich zu schmal. Bald könnte er aber wieder breit genug sein – als Gehweg, der auch von Radfahrern benutzt werden darf.