Eine Fülle von Kommentaren auf Facebook hat der FT-Bericht über das künftige dezentrale Impfzentrum in der Sporthalle der Mittelschule hervorgerufen. Dabei gab es nicht nur Lob für die Wahl des Herzogenauracher Standorts, und manche Frage wurde gestellt. Bürgermeister German Hacker gab Antworten.

Unter anderem wurde nachgefragt, weshalb man nicht auf das seit Jahren leer stehende Gebäude des ehemaligen Praktiker-Baumarktes zurückgreife. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen habe das ja auch geklappt. Greg W. meinte hierzu auf der Facebookseite des FT: "Da frag ich mich, wo der Sinn ist, den Verkehr durch die Stadt an das Schulzentrum in Herzi zu leiten."

Andere hatten hierzu eine Erklärung. Der Praktiker wäre zwar rein verkehrstechnisch gesehen eine gute Lösung. Nur wisse niemand, wie der Zustand des Gebäudes innen ist. Es stehe inzwischen fünf Jahre leer, meinte Matthias B. in der Gruppe "Herzi Talk". Sebastian M. verwies darauf, dass dieses Gebäude in Privatbesitz sei und es wohl hohe Kosten verursachen würde, das Gebäude flott zubekommen: "Wie bekomme ich das Ding nach zig Jahren steril?"

Wieder andere kritisierten, dass man eine Schulhalle nehme. Das gehe doch zu Lasten des Sportunterrichts und damit der Kinder . Ursula S. riet darüber hinaus zu Impfungen am Nachmittag, denn am Vormittag sei der kleine Lehrerparkplatz schon überfüllt.

Freilich gab es auch viele positive Aussagen zum Impfzentrum . "Ich bin froh, dass die Infrastruktur dafür geschaffen wird, um eine Verbesserung der derzeitigen Lage zu erzielen", schrieb Thomas S. Und Gaby R. bezweifelte den Sinn, nun alle Sporthallen zur Diskussion zu stellen. "Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung für die Mittelschule schon einen Grund hat. Vertraut doch mal und hört auf zu nörgeln."

Mehrere Gebäude schieden aus

Bürgermeister German Hacker erläuterte, ergänzend zum Bericht, den aktuellen Stand. Die entscheidenden Körperschaften seien das Landratsamt und das Impfzentrum in Erlangen. Die Stadt Herzogenaurach habe bei der Suche eines Standortes geholfen, wiederholte er. Nach Untersuchen seien unter anderem die privaten, leeren Gebäude Praktiker und BMW Wormser dann aber ausgeschieden, ebenso wie von städtischer Seite her das Jugendhaus rabatz, das Atlantis-Foyer und das Vereinshaus, da an privat verpachtet. Aber alle dürften sich sicher sein, dass wohlüberlegt abgewogen wurde. Verschiedene Punkte, wie der Verkehr und die Sicherheit, müssten jetzt technisch noch ausgearbeitet werden. Die beteiligten Personen und Behörden werden dies laut Hacker nun ab dem heutigen Montag planen und umsetzen.

Auch gab der Bürgermeister zu bedenken, dass bis zum Start des Impfens in Herzogenaurach bereits geschätzte 15 bis 20 Prozent schon geimpft seien. Die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen stehe außer Frage. In den wärmeren Monaten könnte man auch problemlos ohne Auto dorthin kommen.

Ein treffendes Schlusswort fand Sandy B. Sie nannte das Beispiel Erlangen, wo viele Leute durchgeschleust würden. Es müssten Regeln beachtet werden, zum Beispiel Ein- und Ausgänge. "In Erlangen klappt das super. Sicher in Herzo auch", meinte sie. "Also nicht immer nur meckern." Corona zu bekämpfen, habe nun mal erste und allerhöchste Priorität. Sport müsse man dann halt mit den Kids mal draußen an der frischen Luft machen. Alles eine Frage der Organisation.

Und J.D. meinte: "Seid doch froh das ihr eine zentrale Anlaufstelle habt. Ihr müsst weder nach Erlangen noch Höchstadt fahren, um euch impfen zu lassen."