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Husch zurück im Gemeinderat


Autor: Fränkischer Tag

, Montag, 19. Oktober 2026

61 Stimmen fehlten Tobias Husch bei der Kommunalwahl, nun tritt ein Parteifreund zurück
Tobias Husch bei seiner Vereidigung durch Ersten Bürgermeister Ludwig Wahl. Udo Güldner


Es ist erst ein halbes Jahr her, da hat ihn Bürgermeister Ludwig Wahl aus dem Gemeinderat verabschiedet. Bei der Kommunalwahl fehlten ganze 61 Stimmen. Nun ist Tobias Husch (34) zurück: Er rückt für seinen Parteifreund Stefan Maar nach, der seine kommunalpolitische Tätigkeit aus beruflichen Gründen aufgeben muss. Der Zimmerer-Meister, der vor dreißig Jahren seinen eigenen Betrieb gegründet hat, muss sich nun ganz auf das erfolgreiche Familienunternehmen konzentrieren.

Zeitpunkt nicht ideal

„Er kam im August auf mich zu und hat angekündigt, dass er aufhören will, weil er sich nicht so um die Dinge kümmern kann, wie er es gerne möchte“, so Husch. Auch wenn der Zeitpunkt nicht ideal ist – Husch renoviert gerade sein Elternhaus – sieht er sich dennoch in der Pflicht. Für Husch ist es allerdings nicht das erste Mal, dass er in den Gemeinderat nachrückt. Vor drei Jahren war es schon einmal soweit. Damals trat der CSU-Mann Thomas Sapper zurück.

Mit seinem Heimatdorf Röttenbach ist Husch eng verbunden. Er stammt von hier und hat hier zeit seines Lebens gewohnt. Wenn man eine kurze Phase in Hemhofen außer Acht lässt. Er gehört der Soldatenkameradschaft an, dem Sportverein und den Kerwasburschen. Vor allem aber ist er parteipolitisch unterwegs.

Es begann vor 15 Jahren

Alles beginnt vor knapp 15 Jahren mit einem Gespräch. Husch wendet sich an den Gemeinderat und CSU-Orsvorsitzenden Harald Rotschka, weil er etwas in Röttenbach verändern will. Daraus wird eine enge Verbindung, in der der erfahrene Kommunalpolitiker sein Wissen an den jungen Mann weitergibt. „Man kann ihn meinen Mentor nennen.“

Husch engagiert sich ab 2014 als Schatzmeister der CSU Röttenbach und ist seit 2020 CSU-Ortsvorsitzender – als Nachfolger Rotschkas.

Mit-Gründer der JU

Daneben gehört er zu den Gründern der Jungen Union Röttenbach. „Die lag lange Zeit brach. Wir haben sie wiederbelebt.“ Mit dabei sind auch Stefan Maar und dessen Söhne Dominik, Maximilian und Fabian.

Vier Jahre lang ist Husch der JU-Vorsitzender, bis er das Amt an Daniel Beck abgibt, der es später Anna Warter überlässt. Mit ihr sitzt Husch nun im Gemeinderat .

Außerdem wird er seit 2018 vom Gemeinderat als Verbandsrat in den Zweckverband zur Wasserversorgung Röttenbach-Hemhofen berufen. Man nutzt seine Zahlen-Expertise, hat er doch Volkswirtschaftslehre in Nürnberg studiert, den Abschluss als Bachelor gemacht und einige Jahre in der Buchhaltung und im Controlling gearbeitet.

Fokus auf Röttenbach

„Ich musste mich nach der Hochschule umorientieren, denn für eine Stelle als Volkswirt hätte ich wegziehen müssen.“ Das sei aber nicht in Frage gekommen. „Mein Fokus liegt auf Röttenbach.“ Seit sieben Jahren nun steht er als Geschäftsführer an der Spitze des Nürnberger Spielekarten-Verlages. Dort erfindet und verkauft man vor allem Brett-, Würfel- und Memo-Spiele sowie Puzzles.

Erneut vereidigt

Nun also hat ihn Bürgermeister Wahl erneut vereidigt. Und was hat er sich für die Periode bis zur nächsten Kommunalwahl vorgenommen? Natürlich Maars Platz in den Ausschüssen zu übernehmen. Sein wichtigstes Anliegen sei es, die Familienfreundlichkeit in Röttenbach zu erhalten und fortzuentwickeln. „Durch meinen fünfjährigen Sohn weiß ich, dass wir in Sachen Kindergarten, Spielplätze und Gesundheitspark im Vergleich zu anderen Gemeinden sehr gut dastehen.“ Das sei das Ergebnis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, nicht nur zwischen den Christsozialen und den Freien Wählern , sondern aller ehrenamtlich Engagierter. Husch hat vor, diesen Kurs fortzuführen. Nicht lautstark und auf Streit aus. „Ich bin eher der diplomatische Typ. Einer der nach Lösungen sucht und in Kompromissen denkt.“