Mit seinem Programm „Obacht Miller“ gastiert Kabarettist Rolf Miller am Samstag, 29. Januar, in der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

Das Halbsatz-Phänomen zeigt uns erneut, dass wir nicht alles glauben dürfen, was wir denken, schreiben die Veranstalter. „Ball flach halten, kein Problem ... ganz ruhig, alles schlimmer äh ... wie sichs anhört ...“ – wie immer weiß Miller nicht, was er sagt, und meint es genauso, denn wenn gesicherte Ahnungen in spritzwasserdichte Tatsachen münden, wer erliegt da nicht Millers Charme. Eben. Und das Ganze auch noch besser als in echt, als ob Gerhard Polt im Audi A6 neben ihm sitzt.

Chaos der verqueren Pointen

Rolf Millers Figur kann einfach nicht anders: garantiert oft erreicht und nie kopiert. Und bleibt dabei einzigartig, wie sie ist. Er verspricht ein Chaos der verqueren Pointen, mal ums Eck, mal gerade, mit und ohne Dings. Und der Satiriker lässt wie immer nichts aus: die Notwendigkeit eines Atomkrieges, das unerlässliche Selfie beim Autobahngaffen, „Äh, jaaaa, wieso denn nicht?“, oder Jogis Jungs nach der Putin-WM. Und natürlich wie immer die „fleischfressende Freisprechanlage“ (so nennt Achim vorsichtig Millers Ex). Sie: „Und was ist, wenn ich morgen sterbe?“ Er: „Freitag.“ Dabei fährt er weiter Cabrio durch die Welt, überzeugt im Diesel, denn Diesel ist Lebensgefühl.

Trefflicher als ein Fan auf Facebook („Was für ein sinnfreies Gestammel, krank, genial“) kann man es nicht formulieren. Millers Humor geht nach wie vor von hinten durch die Brust, nach dem Prinzip des großen Philosophen Bobby Robson : „Wir haben den Gegner nicht unterschätzt, wir haben nur nicht geglaubt, dass er so gut ist.“

Tickets für den Auftritt, der nach derzeitigem Stand unter 2G-plus-Regeln stattfindet, gibt es beim Zigarrenhaus Riegler, Kulturfabrik Höchstadt, Brauhaus Höchstadt und an jeder bekannten VVK-Stelle zum Preis von 28 Euro. red