Eva-Maria Noé verabschiedet sich mit fulminantem Konzert als Leiterin der „dezibellas“
Autor: Christiane Brenner
Erlangen, Sonntag, 21. Juni 2026
Christiane Brenner
Sie können laut, sehr laut. Und leise, sehr leise. Sie können gefühlvoll, von Kopf bis Fuß in Bewegung, mit omnipräsenter Energie und fantastischen Klängen: die 30 Frauen unter Leitung von Eva-Maria Noé, bekannt als „dezibella“, wie Coldplay 1996 gegründet als „Erlanger Frauenchor“.
Nun verabschiedet Noé sich von ihrer „dezibellas“, mit dem breit gefächerten, klug zusammengestellten Programm „Laut und leise, wild und weise“ und 21 nicht alltäglichen Werken, viele von Frauen komponiert und getextet.
Der Abend im Erlanger Kubic, angekündigt als „extended version“, verläuft sehr kurzweilig dank der pfiffigen Moderationen von Gaby, Josi und Edeltraud. Die Beiträge purzeln dynamisch auf das Publikum herein, das zunehmend in ungläubiges Staunen gerät aufgrund der chorliterarischen Vielfalt und Mehrsprachigkeit.
Wohlig warm erklingt auf deutsch „Frühzeitiger Frühling“, danach auf Französisch „Dirait-on“, auf Englisch „My favorite things“, auf Schwedisch „Hvem styrde hit din väg“. Als Highlight gibt es die auf Fränkisch umgedichtete finnische „Ievans Polkka“.
Meist geht es um Liebe mit allem Ach und Weh, endet aber, um der Schmach ein Ende zu bereiten, in einem von sieben Zaubersprüchen.