Herzogenaurach  — In einem Jahresschlussgottesdienst in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche verabschiedeten sich die Gläubigen vom abgelaufenen Jahr und gaben ihrer Hoffnung auf ein besseres Jahr 2022 Ausdruck. Die Messfeier zelebrierten Stadtpfarrer Helmut Hetzel gemeinsam mit Kaplan Pater Pradeep Tirkey MSFS, unterstützt von Pastoralreferent Thomas Matzick.

In seiner Begrüßung erinnerte Hetzel daran, dass dieser Gottesdienst im letzten Jahr nicht stattfinden konnte und viele gehofft hatten, dass alles anders, besser wird. Aber noch in diesem Jahr tragen alle Gottesdienstbesucher in den Gotteshäusern eine Maske.

Hetzel nahm Bezug darauf, dass hinter dem Christuskind in der Krippe vor dem Altar ein breites Brett mit einem Riss in der Mitte steht. Dieser Riss kann die Spaltung durch Corona , Absagen von liebgewordenen Veranstaltungen wie Altstadtfest und Sommerkirchweih symbolisieren. Für Hetzel stellte es sich so dar: „Ich schaue zurück auf das vergangene Jahr und sehe Risse, aber auch das Licht, das durch den Riss scheint.“

Momente des Lichts

Diese Lichtmomente können Gelungenes sein, aber auch die Vertiefung von Partnerschaften. So konnten in der Stadt Herzogenaurach trotz Corona Veranstaltungen wie Herzosommer und das Kulturfestival stattfinden, andere Termine, wie die Kerwa mussten allerdings abgesagt werden. In ganz Deutschland gab es Risse, wie etwa die Flutkatastrophe, aber auch persönliche Risse für jeden Einzelnen, wie Existenzprobleme, den Tod eines geliebten Menschen.

Ebenso gab es für die Pfarreien viele Risse, Pastoralreferent Thomas Matzick erinnerte daran, dass Pfarrfeste abgesagt und vieles verschoben werden musste. Die Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Situation, genauso in der Kirche, zeigt sich auch an der Zahl der Kirchenaustritte.

Taufen und Trauungen

Für die drei Pfarreien warfen Vertreter einen Blick zurück auf das abgelaufene Jahr.

So fanden in St. Josef in Niederndorf das Johannisfeuer und das Zeltlager statt. Es gab 15 Taufen und zwei Trauungen .

Die Pfarrei St. Otto Grund hatte Grund zum Feiern. Seit 25 Jahren gibt es eine eigenständige Pfarrei, auch der Otto-Chor existiert seit 1996. Das Pfarreijubiläum wurde mit einer Andacht gefeiert. Aufgrund der schwierigen Umstände hielten die Pfadfinder ihre Gruppenstunden zum Teil online ab. Sieben neue Ministranten konnten aufgenommen werden, es gab zwölf Taufen .

Ausblick

In der Stadtpfarrei gab es zahlreiche Aktivitäten von Kolping und Frauenbund, das Fest Mariae Himmelfahrt konnte begangen werden, die Feier von Fronleichnam fand im Pfarrgarten statt. Auch das Zeltlager der Jugend im Sommer konnte organisiert werden. In der Pfarrei gab es 46 Taufen , acht Trauungen und zwei Wiedereintritte.

Im ganzen Seelsorgebereich wurden besondere Formen der Vorbereitung auf Kommunion und Firmung gefunden, bedingt durch die Einschränkungen durch Corona . Wichtig war für viele Gläubige, dass die kirchlichen Feste wie Ostern wieder gefeiert werden konnten.

In seiner Vorausschau auf das Jahr 2022 gab Hetzel seiner Hoffnung auf das Licht Gottes Ausdruck, der unsere Zukunft „ausleuchten“ will. Es gelte, nicht zu jammern über die Risse. Vielmehr müsse gelten: „Ein Licht, das uns leuchtet, das uns Leben bringt, das nicht von der Finsternis ergriffen wird!“

Zum Abschluss des Gottesdienstes wünschte Stadtpfarrer Hetzel allen Gläubigen alles Gute für das neue Jahr.

Über die Pfarrbüros sind auch noch Anmeldungen für den Besuch der Sternsinger möglich.