Die Stimme im Rampenlicht
Autor: Redaktion
Erlangen, Mittwoch, 15. April 2026
Gesundheit Auf leise und laute Töne kommt es nicht nur auf der Bühne an – das weiß man an der Erlanger Uniklinik genau. Zwei Logopädinnen machen zum heutigen World Voice Day die Stimme zum Hauptdarsteller.
In der Fachabteilung Phoniatrie und Pädaudiologie der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen behandeln acht Logopädinnen Patienten mit Stimm-, Sprech- und Schluckstörungen. Zwei von ihnen bringen nicht nur therapeutische Expertise mit, sondern auch Bühnenerfahrung: Jessica Herzog tritt regelmäßig als Sängerin bei Privat- und Firmenveranstaltungen auf und verfügt über Musicalerfahrung. Und Jana Tschirschwitz spielt in ihrer Freizeit in einem Improvisationstheater .
Anlässlich des Welttags der Stimme – des World Voice Day – am heutigen Donnerstag informieren die beiden rund um das Ausdrucksmittel, das für Kommunikation und Identität essenziell ist: die menschliche Stimme. Gemeinsam mit der Erlanger Phoniatrie und Pädaudiologie möchten Herzog und Tschirschwitz den Aktionstag nutzen, um auf die Bedeutung der Stimmgesundheit aufmerksam zu machen.
Frau Herzog und Frau Tschirschwitz, inwiefern ist der Welttag der Stimme für die medizinische Versorgung relevant?
Jana Tschirschwitz: Die Stimme ist unser persönlichstes Kommunikationsmittel. Sie transportiert nicht nur Worte, sondern auch Emotionen, Stimmung und Persönlichkeit. Wenn die Stimme dauerhaft heiser ist oder schnell ermüdet, kann das die Lebensqualität stark beeinträchtigen – beruflich wie privat. Der World Voice Day erinnert daran, wie wertvoll dieses Instrument ist und dass es sich lohnt, gut darauf aufzupassen.
Wer ist hinsichtlich einer Stimmüberlastung besonders gefährdet?
Jessica Herzog: Gerade Menschen mit hohen stimmlichen Anforderungen sind besonders anfällig: Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Call-Center-Mitarbeitende oder Menschen auf der Bühne. Viele bemerken erst spät, wie stark sie ihre Stimme im Alltag belasten.