Die Sommerkerwa als Zugpferd
Autor: Fränkischer Tag
, Sonntag, 05. Juli 2026
Tanzen gegen den WM-Frust: Herzogenaurach feiert weltmeisterlich das Startwochenende
Die echten Kerwafans schreckt sogar das WM-Desaster kaum. Statt des Matches gegen Frankreich als potenziellen Gegner haben die Gäste der Sommerkerwa das Fan-Outfit schon abgestreift und feierten den Frust weg. Gerade die lauschigen Temperaturen schufen den Rahmen für das perfekte erste Kerwawochenende.
Während es den DFB-Spieler an der nötigen Präzision für den Erfolg mangelte, hatte rund um das Anzapfen des ersten Fasses Bürgermeister German Hacker mehr Glück. Ihm hatte schon der erste Schlag genügt. Chance effizient genutzt wie früher Gerd Müller – und das kühle Nass durfte verteilt werden.
Als Highlight des ersten Kerwasamstages diente das Aufstellen der Kerwabäume. Ja, Plural. Denn als echte Premiere für die Sommerkerwa gab es dieses Jahr auch für die Kids das traditionelle Grün, das sie sogar selbst schmücken sowie platzieren durften.
Erst dann kamen die Großen und zogen ihr Prachtstück gekonnt hoch. Das ganze Spektakel gestalteten die zünftigen Weisen der „Ehemaligen“, und viele Kerwagäste feierten die alte Tradition. Viele hatten schon das Spektakel des Umzuges genossen, als die Kerwaburschen und Kerwamadli durch die Stadt zogen und die Kerwabäume per Trecker ans Festgelände karrten.
Ganz ohne Hitzewelle. Ganz ohne Gewitter. Für das Auftaktwochenende hatte die Sommerkerwa echtes Glück. Selbst wenn die Fußballgötter anders entschieden hatten, die Wettergötter waren Herzogenaurach jedenfalls gewogen.
Das gefiel besonders den Festwirten, die die vielen Kerwagäste ganz fleißig bewirtet hatten. Typisch für die Sportstadt Herzogenaurach schaffen es gerade die engagierten Vereine wie Handballer oder die Basketballer, dass das Flair der Sommerkerwa so lustig und entspannt ist, und dass die Gäste süffige Getränke und leckere Speisen genießen dürfen.
Für dieses Ambiente sorgen auch die Musiker, die jeden Tag das Podium erobern und die Kerwa passend gestalten.