Der Landkreis muss sparen
Autor: Fränkischer Tag
, Montag, 05. Oktober 2026
Landrat informiert die Kreisräte über beunruhigende Zahlen – Was das für den Landkreis bedeutet
Die Zahlen, die Landrat Alexander Tritthart ( CSU ) sowie die Mitarbeiter der Landkreisverwaltung beunruhigen, erreichte sie als E-Mail. Am Freitag hat der Kreisausschuss getagt, am Mittwoch haben sie die E-Mail mit den Daten des kommunalen Finanzausgleichs für 2027 gelesen. „Jetzt sehen wir klarer“, sagte Tritthart den Kreisräten während der Sitzung des Kreisausschusses am Freitag. An der Miene des Landrats durfte man erkennen, dass dieses „klarer“ kaum positiv zu verstehen war.
Mehr als 14,6 Millionen Euro, so hoch sei die Deckungslücke für den Landkreis, erklärte Tirrhart. Das bedeute, diese habe sich um mehr als das Doppelte erhöht. Dabei stehe der Landkreis noch relativ gut da, was den Vergleich mit anderen Kreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden angehe. „Ich möchte gar nicht wissen, wie dort jetzt die Sitzungen ablaufen“, sagte Tritthart.
Folgen der Bezirksumlage
Jugend, ÖPNV und Personal seien die besonders dicken Brocken, mit denen die Verwaltung kämpfen müsse, erklärte der Landrat.
Das bestätigte Kämmerer Markus Vogel. Hinzukommt, dass sich die Zahlen weiter verschlechtern könnten, da die Umlage des Bezirks noch nicht berechnet wurde. Dass sich diese erhöhen wird, dafür benötige man keine Glaskugel, sagte Vogel.
Das bestätigte der Landrat. Die künftige Bezirksumlage werde die Deckungslücken und Handlungsfähigkeit weiter verschärfen. Generell seien es jedoch viele Entscheidungen des Bundes, die den Landkreisen und Gemeinden negative Effekte bescherten, erklärte Tritthart.