Der erste Flügel ist dran
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 14. Oktober 2026
Am mittleren Windrad ist der erste Rotorflügel montiert – für alles Weitere spielt das Wetter nicht mit
Der Bürgerwindpark Weisendorf befindet sich in der spannendsten Bauphase. Seit Wochen fahren fast täglich die 85 Meter langen Rotorblätter durch die Gegend. Alle Betonteile der Türme wurden auf die Fundamente gesetzt und beim mittleren Windrad steht auch schon das Maschinenhaus, nachdem die oberen drei Stahlsegmente auf dem Turm montiert wurden.
Die 59 Tonnen schwere Nabe wurde montiert und am Mittwoch wurde der erste der drei Flügel dieses Windrads hingeschraubt. Aufgrund der sich verschlechternden Wetterbedingungen blieb es vorerst bei dem einen Flügel: Der Montagekran wurde wieder abgebaut, weil es mit dem Wetterumschwung auch windig werden soll.
Eine paradoxe Situation: Ein Windrad braucht Wind – aber bitte erst, wenn es vollständig errichtet ist und Strom produzieren soll. Dann ist schlechtes Wetter sogar sehr willkommen, meint Nadine Paulus, Geschäftsführerin von Bürgerwindenergie Weisendorf. Sie bringt es bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste der Baustellenbesichtigung kurz und knapp auf den Punkt: „Der Wind braucht Sauwetter.“
Von Sonnenschein geprägt
Die bisherige Bauphase, nachdem das Fundament (Durchmesser: 25,5 Meter, Höhe: 2,90 Meter) ausgehärtet war, wurde von drei Wochen strahlendem Sonnenschein geprägt. Die Schwertransporte konnten reibungslos abgewickelt werden. Für die Firma Wust, Wind und Sonne eine Premiere, die Rotorblätter wurden erstmals mit einem sogenannten „Selbstfahrer“ durchgeführt (wir berichteten).
Stefan Paulus, Geschäftsführer von Wust, Wind und Sonne, war beim ersten Transport am 24. September dabei und ist die gesamte Strecke vom Zwischenlagerplatz in Großenseebach neben dem Transport mitgelaufen. Alles habe hervorragend geklappt, das Team sei auch immer schneller geworden.