Druckartikel: „Compagnie Nik“ erzählt Episoden in drei Minuten

„Compagnie Nik“ erzählt Episoden in drei Minuten


Autor: Redaktion

Herzogenaurach, Sonntag, 12. April 2026

Lydia Starkulla und Dominik Burki bringen kurze Episoden auf die Bühne.


Die Volkshochschule (VHS) Herzogenaurach ist inzwischen zehn Jahre Integrationskursträger und präsentiert ein Theaterstück zum Thema „Flucht und Migration “ mit der Theatergruppe „Compagnie Nik“.

Die freie Theatergruppe schreibt ihre Stücke zu gesellschaftlichen Themen selbst. Bereits 2014 mit „Waterman“ (einem Stück über die Ressource Wasser) und 2018 mit „Friss oder stirb“ (einem Stück über Hunger und Nahrung) waren die Künstler in Herzogenaurach zu Gast. Es waren zwei beeindruckende Vorstellungen. Auch ihr neuestes Stück „3 min.“ (über Flucht und Migration ) wird ein besonderes sein.

Zu sehen ist das Theater mit Lydia Starkulla und Dominik Burki am Montag, 20. April, 20 Uhr, im Vereinshaus, Hintere Gasse 22 in Herzogenaurach . Einlass ist ab 19 Uhr. Karten: für Erwachsene 18 Euro im Vorverkauf, Abendkasse 20 Euro ; t für Schüler und Studenten neun Euro im Vorverkauf, Abendkasse zehn Euro . Vorverkauf unter vhs-herzogenaurach.de.

Eine kurze Beschreibung des Stücks: In der mexikanischen Wüste öffnet sich für drei Minuten ein Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA. Familien, die seit Jahrzehnten getrennt sind, können sich im trockenen Flussbett des Rio Bravo begegnen. Dann schließt sich der Zaun wieder und trennt die Menschen erneut. Am Anfang dieser Produktion stand eine siebenwöchige Reise der Theatergruppe nach Mexiko, um dieser menschlichen Tragödie mitten in der Wüste zu begegnen und sie in ein Theaterstück zu verwandeln. Geblieben ist am Ende das Motiv der Drei-Minuten-Begegnungen und die Frage, was sich in diesem kurzen Moment erzählen lässt.

Da sind zwei Schauspieler, die die Magie und die Last des Moments erkunden, auf einer nackten Bühne, auf der eine Uhr rückwärts läuft – drei Minuten – wieder und wieder. In kurzen Episoden von jeweils drei Minuten werden vielfältige Themen angesprochen. Es geht um Flucht und Migration , aber auch um Grenzen, den Homo sapiens, die Geschichte Europas, den Begriff und das Gefühl von Heimat. Menschen seien immer gewandert. red