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40-Tonner auf dem Flurweg


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 23. Sept. 2026

Um die Durchfahrt von Lastwagen an der Engstelle in Etzelskirchen zu verhindern, soll die Fahrbahn schon vorher verengt werden. Der Bauausschuss begutachtete auch die beschädigten Hausecke.  Andreas Dorsch


Was tun, wenn weder Schilder noch Aufforderungen an die Betreiber von Navi-Software 40-Tonner-Lkws davon abhalten, den Flurweg zwischen Etzelskirchen und Nackendorf als Abkürzung zu nutzen? Höchstadt will dagegen schwere Geschütze auffahren.

Auf der schmalen Straße zwischen den beiden Höchstadter Ortsteilen wurden in der Vergangenheit zwar zahlreiche Schlaglöcher beseitigt, für das Befahren mit Lastwagen ist dieser Flurweg aber völlig ungeeignet. Besonders an der Engstelle in Etzelskirchen ist für viele Endstation. Von denen, die hier trotzdem durchwollen, bleiben immer wieder Lkws an einem Hauseck hängen und hinterlassen massive Beschädigungen.

Bei Staus auf der Autobahn wird der Weg immer noch als Abkürzung genutzt. Navis zeigen Fahrern diese Möglichkeit an, Hinweis- und Sperrschilder werden ignoriert. Die Eigentümer des betroffenen Gebäudes in Etzelskirchen haben jetzt bei der Stadt den Antrag gestellt, diese Gefahrenstelle sicherer zu machen.

Der Bauausschuss befasste sich jetzt mit Vorschlägen der Verwaltung, wie man den Schwerlastverkehr ausbremsen könne. Zustimmung gab es bei einem Ortstermin für die schnelle Lösung, schon vor der Kurve mit der Engstelle die Fahrbahn durch die Aufstellung von sogenannten „Legosteinen“ aus Beton so zu verengen, dass Lastwagen nicht mehr durchkommen. Die Steine sollen so platziert werden, dass die Lastwagen in der Einmündung zum Friedhof eine Wendemöglichkeit haben. Landwirtschaftliche Fahrzeuge sollen nicht ausgebremst werden.

Um den Schwerlastverkehr gar nicht erst in den Flurweg einbiegen zu lassen, will die Stadt langfristig den Einmündungsbereich von der Staatsstraße bei Nackendorf durch eine Verkehrsinsel umgestalten, die die Einfahrt in den Verbindungsweg für Sattelzüge unmöglich macht. Wie sie gestaltet werden könnte, darüber gingen die Meinungen auseinander.

Laut Verwaltung gäbe es die Möglichkeit, die Straße Richtung Nackendorf ab der Friedhofszufahrt als Einbahnstraße auszuweisen. Davon werde aber abgeraten, weil das für die Landwirte große Umwege bedeuten würde.