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Hirschaid spart halbe Million Euro ein


Autor: Werner Eberth

Hirschaid, Sonntag, 14. Februar 2016

Besser als im Haushaltsplan vorgesehen kam die Marktgemeinde 2015 finanziell über die Runden. So wurde in einer vorläufigen Bilanz eine Einsparung um rund 5...


Besser als im Haushaltsplan vorgesehen kam die Marktgemeinde 2015 finanziell über die Runden. So wurde in einer vorläufigen Bilanz eine Einsparung um rund 550 000 Euro ermittelt. Der endgültige Jahresabschluss lässt noch auf sich warten.
Bürgermeister Klaus Homann (CSU) führte die erfreuliche Verbesserung der Haushaltslage unter anderem auf eine Nachzahlung von Gewerbesteuern zurück. Ferner ergab sich eine Reduzierung des Ansatzes für die Breitbandversorgung um rund 300 000 Euro, sodass dafür nur 20 000 Euro ausgegeben werden mussten. "Das läuft sehr gut", kommentierte Homann.
Und er würdigt den Sparwillen der Feuerwehren. Im Etat war die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs mit 170 000 Euro eingeplant. 1#googleAds#100x100 Tatsächlich wurde ein Fahrzeug auf dem Wege einer Versteigerung zum Preis von 35 000 Euro erworben.
Erfreulich fiel auch der Bericht über die überörtliche Prüfung von Jahresrechnungen der Bauausgaben durch den Markt Hirschaid aus: Es gab keine Problemfälle; der Bauverwaltung wurden vom Kommunalen Prüfungsverband lediglich Verbesserungsvorschläge unterbreitet.


Umweltbeauftragter

Als Sprecher der Initiative "Naturschutz zum Mitmachen" hatte sich der Hirschaider Franz Proksch mit der Anregung, einen Umweltbeauftragten zu benennen, an den Marktgemeinderat gewandt. Hirschaid habe bereits Beauftragte für Jugend und Familie, Behinderte und Senioren sowie einen Archivpfleger. Keiner sei überflüssig, meint Proksch, aber alle würden in Zukunft an Bedeutung verlieren, wenn es nicht gelinge, die sich abzeichnende Umweltkatastrophe abzuwehren und die Bewohnbarkeit der Erde sicherzustellen, argumentierte der Antragsteller.
Bürgermeister und Gemeinderat sehen die Belange des örtlichen Umweltschutzes in dem Rathausbediensteten Tobias Wichert schon in guten Händen. Von diesem Mitarbeiter würden zum Beispiel die kommunalen Energiesparmaßnahmen koordiniert. Und das reiche vorläufig, meint Bürgermeister Homann. Der Antrag von Franz Proksch wurde abgelehnt.
Umstritten war die Namensgebung für eine Straße im Sassanfahrter Baugebiet "Neugarten". Die Würdigung des in den 1960er-Jahren amtierenden SPD-Bürgermeisters Johann Starklauf stieß wegen dessen vormaliger Zugehörigkeit zur NSDAP auf Kritik.
Schließlich wurde mit 10:9 vom Marktgemeinderat beschlossen, den Straßennamen beizubehalten, wofür sich besonders SPD-Rat Josef Haas ausgesprochen hatte. wb