Helfer sollen sicher zum Einsatz kommen
Autor: Redaktion
LKR Erlangen-Höchstadt, Dienstag, 24. Sept. 2019
Rotkreuzler aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt und aus Erlangen trainierten das Fahren in einer Kolonne.
Um sich bestmöglich auf eine Einsatzfahrt in großen Fahrzeugkolonnen vorzubereiten, hat der BRK-Kreisverband Erlangen-Höchstadt unlängst mit Einheiten der Stadt-Bereitschaften Erlangen (B1, B2, B3, B4) sowie den Landkreis-Bereitschaften Erlangen-Höchstadt (Heroldsberg, Herzogenaurach, Adelsdorf) und der Wasserwacht Erlangen eine Kolonnen-Fahr-Übung in der Metropolregion Nürnberg durchgeführt.
Bei größeren überörtlichen Einsatzlagen werden normalerweise keine Einzeleinheiten alarmiert, sondern größere, aus mehreren Einzeleinheiten zusammengestellte Einheiten, sogenannte Kontingente. Da diese aber auch mit bis zu 30 Fahrzeugen unterwegs sind, muss dieser Part der Kolonnenfahrt besonders geübt werden, teilt das BRK mit.
Um 9.30 Uhr begann nach der Bereitstellung der 17 Fahrzeuge und vier Anhänger in der Autobahnmeisterei Erlangen die Übung für die 38 Rotkreuzler mit einem theoretischen Block rund um das Thema Kfz-Marsch & Kolonne. Die ein oder andere Erfahrung aus Einsätzen wie dem Bayernhochwasser 2013 oder der Bombenevakuierung im Dezember 2016 in Augsburg floss in den Vortrag, gehalten vom Übungsleiter und Marschführer Julian Pertek, ein und machte so die Theorie verständlich.
Der erste Streckenabschnitt führte die zwei Marschkolonnen über Kalchreuth nach Heroldsberg auf den Firmenparkplatz der Firma Schwan Stabilo, um dort mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Heroldsberg ein Gruppenfoto zu erstellen. Danach ging es in kurzem Abstand über die A 3 und die A 9 sowie B 8 nach Neumarkt in der Oberpfalz. In der dortigen Autobahnmeisterei verpflegten die Einheiten des Betreuungsdienstes die Helfer mit einem Mittagessen, bevor es auf den nächsten Streckenabschnitt ging.
Glück im Unglück hatte ein Autofahrer auf dem Autobahnzubringer zur A 3. Aufgrund gesundheitlicher Probleme verunglückte er kurz vor der ersten Marschkolonne, die ihm sofort mit der mitfahrenden Notärztin zur Hilfe eilte.
Nach Übergabe an die Neumarkter Hilfskräfte ging es weiter zu einer Biogasanlage im Pilsacher Ortsteil Tartsberg. Dort stand das Schätzen und anschließende Wiegen der Fahrzeuge an. Danach ging es für alle Fahrzeuge (vom kleinen Kommandowagen bis hin zum zehn Tonnen schweren Gerätewagen Sanitätsdienst) wieder über die A 3 zur Abschlussbesprechung in die Autobahnmeisterei Erlangen, wo um 17 Uhr die Übung offiziell beendet wurde. red