Heinz-Gruppe sagt ihren Jubilaren in Feierstunde Dank
Autor: schadeck
Tettau, Sonntag, 24. November 2019
In der Festhalle Tettau bedankte sich der Präsident der Heinz-Gruppe, Carl-August Heinz, bei langjährigen Mitarbeitern für ihr Engagement. Ihre Treue und ihre Leistungen hätten zu dem beigetragen, was...
In der Festhalle Tettau bedankte sich der Präsident der Heinz-Gruppe, Carl-August Heinz, bei langjährigen Mitarbeitern für ihr Engagement. Ihre Treue und ihre Leistungen hätten zu dem beigetragen, was die Heinz-Gruppe heute sei. Carl-August Heinz ließ erkennen, wie wichtig engagierte und qualifizierte Fachkräfte sowie die Nachwuchssicherung für ein Unternehmen sind.
Wichtig sei aber auch, dass von politischer Seite entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten, damit Unternehmen auf dem europäischen und globalen Markt wettbewerbsfähig bleiben könnten. Ihn treibe die Sorge um, wie die Energiewende bewältigt werden könne. "Von oben" werde versucht, sie voranzubringen - bisher halbherzig. "Ein Land, eine Region wie die unsere kann nicht nur von Tourismus und Finanzakrobatik leben, sondern auch davon, Produkte für den Weltmarkt herzustellen", betont Heinz. Er erinnerte daran, dass sich die Glashütten dort ansiedelten, wo die Energieversorgung sicher schien.
Diese Energiequelle sei immer teurer und knapper geworden. Im 19. Jahrhundert wäre die Glas- und Porzellanindustrie in Tettau nahezu zum Erliegen gekommen, wenn nicht die Bahnlinie von Pressig nach Tettau gebaut worden wäre. Sie habe die Landesgrenze Bayern/Thüringen siebenmal durchkreuzt. Trotzdem sei es gelungen, sie in drei Jahren zu realisieren: "Das wäre heute undenkbar!"
Damit unterstrich Carl-August Heinz, dass schon immer neben treuen Mitarbeitern die Energieversorgung und eine adäquate Verkehrsanbindung wichtige Faktoren waren, um wettbewerbsfähig bleiben und somit Arbeitsplätze zu sichern.
"Was wäre die Firma Heinz ohne die treuen Mitarbeiter?", fragte Betriebsratsvorsitzender Rainer Löffler. Die meisten Jubilare hätten im Unternehmen mehr Zeit miteinander verbracht als mit ihren Familien. Ihr Fachwissen helfe, schnell und effizient zu arbeiten. Löffler war überzeugt, dass trotz Digitalisierung der Mensch eine wichtige Ressource bleibe. Allerdings werde künftig mehr geistiges Wissen gefragt sein, deshalb müsse sich jeder im Berufsleben weiterbilden.
"Jeder von euch hat seinen persönlichen Teil zur Firmengeschichte beigetragen", lobte Bürgermeister Peter Ebertsch. Anerkennende Worte fand er für Carl-August Heinz, der das Unternehme zu einem Weltkonzern geführt habe. Den Ortsteil Kleintettau gäbe es ohne Heinz-Glas nicht. Den in den Ruhestand verabschiedeten Mitarbeitern wünschte er wie Heinz und Löffler einen glücklichen neuen Lebensabschnitt. vs