"Heimat ohne Gesicht" droht
Autor: Redaktion
Lichtenfels, Mittwoch, 02. Mai 2018
Im Landkreis Lichtenfels gibt es rund 700 Landwirte, die ihren Betrieb im Nebenerwerb bewirtschaften oder eine Einkommensalternative wie z. B. Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof oder Kommunal...
Im Landkreis Lichtenfels gibt es rund 700 Landwirte, die ihren Betrieb im Nebenerwerb bewirtschaften oder eine Einkommensalternative wie z. B. Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof oder Kommunaldienste haben. "Es gibt für diese Betriebe viele Baustellen, die die Politik kräftig anpacken muss", betonte Michael Bienlein, BBV-Sprecher der Nebenerwerbslandwirte, bei einem Gespräch mit der Vorsitzenden des Agrarausschusses Angelika Schorer (CSU) im bayerischen Landtag.
Mit Blick auf die Landtagswahlen forderte er spürbare Vereinfachungen statt immer neuer Auflagen. "Wir wollen und müssen uns weiterentwickeln. Aber die Fülle an starren gesetzlichen Vorgaben oder willkürlichen Fristen, wie sie bei der Anbindehaltung und der Ferkelkastration drohen oder bei der neuen Düngeverordnung gerade umgesetzt werden, gehen vor allem auf Kosten der kleineren Betriebe. Genau so wird die vielfältige bayerische Agrarstruktur zerstört. "Unsere Heimat droht, ihr Gesicht zu verlieren", sagte Bienlein.
Michael Bienlein forderte, dass die politisch Verantwortlichen in Bayern sich mit der Bundesregierung für den Erhalt der wichtigen Vereinfachungsregelungen im Steuerrecht einsetzen. Die Nebenerwerbsvertreter aus den Regierungsbezirken machten deutlich, dass die Nebenerwerbslandwirte und die Betriebe mit Einkommenskombinationen von enormer Bedeutung sind. red