Haus- und Gartenarbeit wird gemeinsam erledigt
Autor: Horst Schneider
Rentweinsdorf, Dienstag, 22. Mai 2018
Das seltene Fest der eisernen Hochzeit wurde am gestrigen Dienstag am Obstberg, Haus-Nr. 15, gefeiert. Das weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Ehepaar Adolf und Erika Frembs feierten dieses Fest...
Das seltene Fest der eisernen Hochzeit wurde am gestrigen Dienstag am Obstberg, Haus-Nr. 15, gefeiert. Das weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Ehepaar Adolf und Erika Frembs feierten dieses Fest und sind damit 65 Jahre miteinander verheiratet. Am 22. Mai 1953 wurden sie vom damaligen Bürgermeister Friedrich Zier standesamtlich getraut und traten unter Pfarrer Kurt Laacke vor den Traualtar in der Dreieinigkeitskirche.
Aus der Heimat vertrieben
Adolf Frembs, ein "Rentweinsdorfer Urgewächs", wie er sich selbst bezeichnet, wurde am 11. Februar 1930 hier geboren. Erika, eine geborene Schulz, kam am 5. März 1934 in Friedenau/Wartegau zur Welt. Das Jubelpaar kennt sich schon 69 Jahre, auf dem ehemaligen Tanzboden im Heroldsaal war es bei einer Faschingsveranstaltung Liebe auf den ersten Blick, wie beide bekennen. Erika, die mit ihrer Familie 1945 aus der Heimat vertrieben wurde, kam zunächst nach Mecklenburg in die Nähe von Güstrow und im September 1949 in den Raum Ebern. Sehr früh verlor sie ihren Vater, nämlich 1946. Sie war in Ebern zunächst im Gastwirtschaftshaushalt beschäftigt, um dann über 30 Jahren lang bei der Firma Kugelfischer zu arbeiten.
Sehr engagiert in den Vereinen
Adolf Frembs erlernte in der der Rotenhan'schen Gutsverwaltung das Schmiedehandwerk. Von 1947 bis 1989 war er Mitarbeiter in der Firma Kugelfischer, zunächst in Ebern und dann in Ebelsbach. Der Jubilar war stets im öffentlichen Leben des Marktes ehrenamtlich tätig. Beim Fußballclub war er Jugendleiter und gehörte dem Vorstand an. Jahrzehntelang versah er den Posten des Platzkassierers. Als freudiger Basssänger war er von Jugend an im Gesangverein Liedertafel und leitete den Verein als Vorsitzender 40 Jahre lang. Er ist Ehrenvorsitzender der Liedertafel.Durch das Siedlungswerk baute sich das Jubelpaar in der Siedlung-Süd 1955 ein Eigenheim, das die beiden bis heute bewohnen. Sie verrichten ihre Haus- und Gartenarbeit stets gemeinsam und sind sehr am Politik- und Ortsgeschehen interessiert.
Aus der Ehe von Adolf und Erika Frembs gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor und das Jubelpaar freut sich über sieben Enkel und drei Urenkel.
Unter den zahlreichen Gratulanten am Dienstag war neben Bürgermeister Willi Sendelbeck auch der stellvertretende Landrat Oskar Ebert.