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Warum der Grieche wieder schließt


Autor: Fränkischer Tag

, Montag, 27. Juli 2026

Das Restaurant „Santorini“ zieht von Ebern nach Seßlach – Das ist der Grund
Nicht nur der Grieche ist jetzt weg. Auch die Terrasse musste zum Altstadtfest weichen. Steffen Schanz


Das griechische Restaurant „Santorini“ in Ebern am Marktplatz hat nach nicht einmal einem Jahr wieder geschlossen. Der Gastwirt plant einen Neustart in Seßlach.

Gyros, Souvlaki und Moussaka statt leerer Gaststube: Anfang November 2025 erweckte das Restaurant „Santorini“ den schon länger leerstehenden Gasthof Stern am Marktplatz in Ebern zu neuem Leben. Der Grieche fand bei den Gästen schnell Anklang. Umso enttäuschter waren viele Eberner über die Schließung am 22. Juli, die der Betreiber kurzfristig via Facebook verkündet hatte. Warum es dazu kam und wie es für die Gaststätte weitergeht, erklärt Ismet Oglou.

Das „Santorini“ hatte am 4. November eröffnet. Es war das erste Restaurant der griechischen Familie – und direkt ein großer Erfolg. Auf der Karte standen diverse griechische Fleischspezialitäten, Grillteller, Fischgerichte und traditionelle Vorspeisen.

Schlemmen im Freien

Im Frühjahr konnten sich die Betreiber sogar etwas vergrößern. Die Stadt genehmigte einen kleinen Außenbereich in Form einer Holzplattform, vor dem Eingang. Dafür mussten, zumindest über die Sommermonate, ein paar Parkplätze weichen.

Für die plötzliche Schließung der Gaststätte gibt es einen simplen Grund: Familie Oglou hat im naheliegenden Seßlach Räume gefunden, die Platz für deutlich mehr Gäste bieten. Dort soll es für das „Santorini“ mit dem bewährten Konzept weitergehen.

Wann das Restaurant in der Bahnhofstraße eröffnet, kann Oglou noch nicht sagen. Der Plan seit zwischen Mitte und Ende August. „Mit dem Umbau sind wir fast fertig“, berichtet er. „Jetzt müssen wir noch die Gaststättengenehmigung abwarten.“ Kosta Oglou war der Inhaber des „Santorini“ in Ebern. Leila Amet-Oglou wird den Betrieb in Seßlach offiziell führen.

Nachdem die Gastronomen die Schließung auf ihrem Facebook-Profil verkündeten, kursierten dort einige Gerüchte. Die Stadt Ebern habe den Griechen zu viele Steine in den Weg gelegt, heißt es da unter anderem. Auch die Außenterrasse wurde als Problem angesehen. Die Nutzer vermuteten, dass sich die Betreiber aufgrund der Konflikte mit der Verwaltung dazu entschieden haben, die Gaststätte aufzugeben.

Gute Zusammenarbeit

Oglou verneint diese Aussagen: „Mit der Stadt gab es keine Probleme“. Der einzige Grund für den Umzug nach so kurzer Zeit ist der größere Raum, der in Seßlach zur Verfügung steht.

Auch Christoph Hetzler, der geschäftsleitende Beamte von Ebern betont die gute Zusammenarbeit: „Es gab keine Probleme, ganz im Gegenteil. Wir haben den Betreibern auch die Außenterrasse ermöglicht.“ Oglou kündigte nach Hetzlers Worten den Vertrag ordnungsgemäß und meldete das Gewerbe zum Ende des Monats bei der Stadt ab. Davor habe die Verwaltung von der Schließung nichts gewusst. Außer dem Platzmangel sind Hetzler keine anderen Gründe für den Umzug bekannt.

Wie es für den Gasthof Stern am Marktplatz weitergeht, kann der Geschäftsleiter noch nicht sagen. Der Stern ist eines der ältesten Traditionswirtshäuser in Ebern. Seit knapp 400 Jahren werden dort überwiegend fränkische Speisen serviert. Aus wirtschaftlichen Gründen mussten die Eigentümer das familiengeführte Gasthaus im Herbst 2022 schließen. Die Corona-Pandemie und der Personalmangel machten es unmöglich, das Restaurant weiterzuführen.

Wieder Gastronomie?

Die Räumlichkeiten sind immer noch in privater Hand. Um die Geschichte fortzuführen, sei auf längere Sicht auf jeden Fall geplant, dass dort wieder ein Gastronomiebetrieb einzieht. Die Stadt hat laut Hetzler keine Informationen zum Stand der Dinge . Sie werde eine Neueröffnung, sofern sie sich ergibt, in jedem Fall unterstützen.