Der Gemeinderat Untermerzbach hat Aufträge für das neue Baugebiet in Gereuth vergeben. Wie Bürgermeister Helmut Dietz ( SPD ) sagte, seien Erschließungsmaßnahmen eine Voraussetzung für den Verkauf von Bauplätzen. Momentan würden zwei Reservierungen anstehen, die zum Verkauf übergeleitet werden sollen. "Hierzu ist aber das Zeitfenster der Erschließung mit Wasser, Abwasser und Straße notwendig. Eine Kostenbemessung des Ingenieurbüros Kittner & Weber ergab voraussichtliche Kosten von 280 000 Euro brutto", sagte der Bürgermeister.

Aufgrund der Haushaltssituation sei eine Umsetzung der Erschließung im Jahr 2021 möglich und sollte zeitnah umgesetzt werden. Für die Ausschreibung und Angebotseinholung wäre es derzeit günstig. Über das zuvor genannte Ingenieurbüro wurden neun Firmen angeschrieben. Es gingen drei Angebote ein.

Umstellung bei der Feuerwehr

Weiter erläuterte der Bürgermeister, dass im Zuge der Umstellung auf Digitalfunk bei der Feuerwehr die Funkwecker durch sogenannte "Pager" ersetzt und die Sirenen umgerüstet werden müssen. Hierfür gebe es Fördermittel, die bereits beantragt wurden. Auch werden die Pager mit einer landesweiten Ausschreibung beschafft. Für die Sirenen sei die Gemeinde selbst zuständig und müsse deshalb auch selbst die Ausschreibung vornehmen.

"Wir haben 35 förderfähige Pager angegeben und zwei zusätzliche für Toranlagensteuerungen", sagte Dietz. Außerdem müssten acht Sirenen umgerüstet werden. Für diese wurde als Ausschreibungsvoraussetzung bereits die Maßnahme der Sirenenmessung mit Antrag zur Anmeldung an die Firma Abel & Käufl für 2204 Euro vergeben und ausgeführt. Die Ausschreibung erfolgt nach vorliegender Messprotokolle und Vorlage der Förderzusage. Das Gremium beschloss, sich an der Sammelbeschaffung für 37 Pager als Ersatz für Funkwecker zu beteiligen. Ausgeschrieben werden auch die Leistungen für die Umrüstung von acht Sirenen auf Digitalfunk.

Fördergeld für Glasfaseranbindung

Bürgermeister Dietz sagte, dass für die Glasfaseranbindung öffentlicher Gebäude momentan Fördergelder bereit stünden. Diese sollten genutzt werden, um das Rathaus mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen. Hierbei sei eine detaillierte Planung und ein Förderverfahren erforderlich. "Hier sollten wir uns vom Büro Reuther NetConsulting unterstützen lassen", sagte Dietz. Es wurde beschlossen, dass die Gemeinde Untermerzbach Beratungsleistungen an das genannte Büro zum Angebotspreis von 3100 Euro vergibt.

Geschäftsleiterin Tanja Zürl informierte das Gremium darüber, dass die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Haßberge die vorhandenen Wanderwege "Reh", "Milan" und "Fuchs" besser beschildern und gleichzeitig das Projekt "Natur und Kultur - eine Schnitzeljagd nach alten Kulturgütern" umsetzen möchte. Es ist geplant, an bestimmten Standorten Hinweistafeln zu errichten, die auf Besonderheiten hinsichtlich Natur- und Kulturgütern hinweisen und diese erläutern.

QR-Codes mit Tipps und Fragen für Kinder

Mittels eines QR-Codes, der auf den Hinweistafeln angebracht werden soll, erhält man weitere Informationen und kann die jeweilige Route abrufen. Auch sollen für Familien und Schulklassen Fragen über den QR-Code abrufbar sein, die dann auf Grundlage der gesammelten Informationen über die Hinweistafeln beantwortet werden können. Dieses Vorhaben wird seitens der Regierung von Unterfranken über den Naturpark Haßberge gefördert - mit Ausnahme der geplanten Fahrradständer und der Entwicklung des QR-Codes. Die Kosten für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen sind überschaubar und die Umsetzung soll im Wesentlichen über den Bauhof ausgeführt werden.

Pandemie zwingt zur Pause

In diesem Zusammenhang erkundigte sich der zweite Bürgermeister Bernd Reisenweber, wann die Projekte "Kulturlandschaft" und "Dialekt" weitergeführt werden. Hierzu bemerkte Bürgermeister Dietz, dass coronabedingt diese bisher ruhen, dass aber, sobald es wieder möglich ist, weitergemacht werden soll. Zumindest im Frühjahr nach Ostern sollen die Gemarkungsbegehungen stattfinden. Die Resolution für das Lieferkettengesetz wird seitens der Gemeinde nicht unterstützt. Im Rahmen des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Buch wird auch die Straßenbeleuchtung erweitert. Ein entsprechender Auftrag ging an die Bayernwerk Netz GmbH. Zum Flächennutzung- und Bebauungsplan der Firma Rösler in Memmelsdorf wurden die Stellungnahmen öffentlicher Belange (jeweils 40) abgewogen und Feststellungsbeschlüsse gefasst. Die Verwaltung wurde mit weiteren Schritten beauftragt.