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Pflanzenbörse begeistert mit Vielfalt


Autor: Fränkischer Tag

Zeil am Main, Freitag, 22. Mai 2026

Bei der Pflanzenbörse am Stadtsee gab es eine exquisite Auswahl an Pflänzchen.


Die Pflanzenbörse des Obst- und Gartenbauvereins Zeil begeisterte ein ausgesuchtes Publikum. Am Stadtsee versammelten sich Heilkräuter, Lilien und französischer Teppichthymian, Stockrosen und griechischer Oregano, ungarischer Bärenklau und Pfingstrosen. Letztere, mitgebracht von Eckehard Maurer, waren gleich weg.

Zu Gast war auch Anneliese Utter mit ihren hervorragenden Tomatenstöckchen, die gleich ihre Abnehmer fanden. Unterm Strich bilanzieren die Verantwortlichen eine positive Veranstaltung, die immer mehr Liebhaber findet. Vor allem auch, weil es hier nicht vorrangig ums Geld geht, sondern um die Liebe zum Garten.

Überraschend groß war die Resonanz auf den Vortrag von Eckehard Maurer, der als früherer Bamberger Stadtgärtner ein Faible für Pfingstrosen (Päonien) besitzt und in Zeil hunderte Strauch- und Baumpäonien und ihre Wildformen hegt und pflegt. Daneben exquisite Besonderheiten. Im Sophiengässchen (Nähe Göller) hielt er beispielsweise seinen über 20 Zuhörern eine Pflaumenlilie unter die Nase, die ganz klein und fein unter den Päonien blühte. Daneben auch ein Raumgreifer wie die „durchwachsene Silphie“.

Vielen wurde klar, dass das Zeiler Sophiengässchen ein Kleinod ist, das man respektieren sollte. Ärgerlich, wenn sich hier manchmal Blumenfreunde „bedienen“. Schöner wäre es, Eckehard Maurer um einen Ableger zu bitten – oder zumindest zu fragen. Päonienländer sind Asien, Japan, Europa.

Sehenswert ist der botanische Garten Würzburg, der den Bestand eines alten Sammlers übernommen hat. Manche solcher Bestände gehen unter. Und Maurer erzählte von einer abenteuerlichen Winterfahrt in die Schweiz, als er selbst aus einem solchen alten Bestand eine Strauchpäonie „rettete“ und dabei Zoll und Glatteis meisterte. Zur Pflege solcher alter Baumpäonien erläuterte er, dass nur die Blüten abgeschnitten werden und nur wenig ins alte Holz. Rückschnitt geht jederzeit, nur nicht bei Frost.

Wer Samen ziehen will, braucht einen langen Atem: Keimung dauert zwei bis drei Jahre, die erste Blüte darf man erst nach fünf bis sieben Jahren erwarten. Staudenpäonien tut ein Teilen des Wurzelballens gegen Vergreisen gut, sie blühen mehr und halten über Jahre. Bilanz: Pfingstrosen sind absolut pflegeleichte Gartenbewohner, brauchen kaum Dünger und sind wenig krankheitsanfällig. Brigitte Krause