Corona sorgt für einen Einbruch im heimischen Tourismus: Den Landkreis Haßberge haben im vergangenen Jahr nur noch rund 60 100 Gäste besucht - ein Minus von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen sank um 44 Prozent auf 128 000. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts.

"Das Gastgewerbe erlebt eine historisch einmalige Krise, die auch die Beschäftigten mit voller Wucht trifft. Jetzt müssen Bund und Länder endlich einen Plan vorlegen, wie es im März weitergehen soll", so Ibo Ocak, Geschäftsführer der NGG-Region Unterfranken . Am Mittwoch, 3. März, verhandeln die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen für die aktuellen Corona-Maßnahmen.

" Hotels , Pensionen, Biergärten und Restaurants sind schon seit Anfang November geschlossen. Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit", betont Ocak. Auch für die Zulieferfirmen müsse es Planbarkeit geben.

Entscheidend für Öffnungen seien dabei einheitliche Auflagen und detaillierte Hygienekonzepte in den Betrieben. Der Hotel- oder Restaurantbesuch dürfe unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden. "Die Beschäftigten haben bereits im letzten Sommer gezeigt, dass sie geeignete Hygienekonzepte optimal umsetzen können", erklärt die NGG. red