Druckartikel: Förderprojekt „Wasserspielplatz“ oder „Nahversorgung“?

Förderprojekt „Wasserspielplatz“ oder „Nahversorgung“?


Autor: Fränkischer Tag

, Freitag, 02. Oktober 2026

Hier läuft der Mühlbach in den „Dorfsee“ (im Hintergrund) ein. An dieser Stelle könnte der Wasserspielplatz entstehen.


Das Regionalbudget für Kleinprojekte vom Amt für ländliche Entwicklung in Bayern erfreut sich bei den Kommunen großer Beliebtheit und für die Förderperiode 2027 lag dem Gemeinderat Stettfeld ein Antrag der „Dorfgemeinschaft“ vor, am Mühlbach in der Seeringstraße einen „Wasserspielplatz“ einzurichten, weil sich an dieser Stelle immer wieder ganz viele Kinder vergnügen.

Beispiel Kirchlauter

Zusammen mit dem Gemeinderat und der Verwaltung sollte man deswegen einen Antrag stellen und diese Idee umsetzen. Als Diskussionsgrundlage diente auch ein KI-generiertes Bild. Über die genaue Ausführung dieser Maßnahmen könne man ja noch gerne konstruktiv diskutieren. Bürgermeister Udo Busch ( CSU ) fand die Idee grundsätzlich gut und verwies in diesem Zusammenhang auf den Wasserspielplatz in Kirchlauter, der vor kurzem eingeweiht wurde.

Er brachte aber noch einen weiteren Vorschlag ein, wie man die Förderung für das ILE-Regionalbudget noch nutzen könne, nämlich eine Einkaufsmöglichkeit in Stettfeld zu schaffen.

Einkaufcontainer

Dabei stellte er sich einen Container vor, der von einem Betreiber mit Lebensmitteln bestückt werde. Aufstellungsort könnte an der Grünfläche am Dorfsee sei. Die Nahversorgung in ländlichen Gebieten mit Gütern des täglichen Lebens sei nämlich wichtig für die ältere Bevölkerung. Auch dieser Vorschlag wurde von der „Stettfelder Dorfgemeinschaft“ gut aufgenommen. Eine Entscheidung wurde deswegen vertagt und bis zur nächsten Sitzung will man sich Gedanken über die Anträge machen.

Zur Diskussion stand dann ein Zuschussantrag des Kegelvereins „SKK Stettfeld“ zum laufenden Betrieb. Seit der Saison 2025/26 habe sich eine Spielgemeinschaft mit „Alle Neun Breitbrunn“ ergeben, wodurch sich auch die Ausgaben für Kegelbahnmiete verringert habe.

Dennoch standen dem Verein in der vergangenen Saison Ausgaben von 5698 Euro nur 3688 Euro Einnahmen gegenüber, was einen Jahresfehlbetrag von über 2000 Euro bedeute.

Allerdings verfügt der Verein auch noch über eine ansehnliche Summe von Rücklagen.

Der Gemeinderat beschloss deswegen einen Zuschuss von höchstens 500 Euro an den 1. SKK Stettfeld zu gewähren. Dabei wurde auch der Wunsch geäußert, dass sich der SKK Stettfeld mehr ins Ortsgeschehen einbringe. Man wolle nämlich alle Vereine in Stettfeld gleich behandeln.

Bürgermeister Udo Busch gab auch eine Information zum Baugebiet „Brunnwiese II“, wo der Bauplatzverkauf derzeit sehr zögerlich laufe und interessierte Bewerber auch wieder abgesprungen seien. Deswegen müsse man die Werbung auf andere Weise gestalten, womit die Bauverwaltung beauftragt wurde.

Biber am Dorfsee

Außerdem kämpfe man weiter mit dem Biberproblem am Dorfsee. „Ein Biber wurde schon entnommen, es gibt aber noch einen zweiten, eventuell auch einen dritten.“ Die Bauhofarbeiter seien täglich am See und entfernten den aufgestauten Biberdamm. Man habe auch die Genehmigung zur Entnahme des Bibers.