Er greift nach den Sternen
Autor: Fränkischer Tag
, Freitag, 17. Juli 2026
Marco Depner aus Knetzgau hat ein besonderes Hobby: Astrofotografie
Er sieht den Sternehimmel und heißt nicht Hubert Kah : Marco Depner fotografiert Sterne, Planeten , Nebel und andere Himmelskörper in einer Entfernung von zum Teil vielen hundert Lichtjahren. Ermöglicht wurde ihm dies durch die digitale Foto-Technik.
Der Himmel ist klar, es ist 22 Uhr und der Treffpunkt eine Lichtung tief im Steigerwald. Kein künstliches Licht weit und breit. Depner stellt seinen Fotoapparat auf das Stativ, richtet ihn gen Norden aus und gibt ihm über sein Handy freien Lauf.
Alle zehn Sekunden ein Bild, stets das gleiche Motiv. Die Aufnahmen setzen sich automatisch zusammen, und immer präziser erscheint das Aufgenommene auf dem Bildschirm,. Farben tauchen auf, Spektralfarben, „Das sind die Sternnebel“, erklärt er und zoomt näher ran. Konturen werden erkennbar, präzisieren sich. Bekommen Farbe. Eine Sternstunde.
Der 55-Jährige berichtet, wie er zu seinem ungewöhnlichen Hobby kam. Die Faszination für Licht mit allen seinen Farben und Facetten sei ihm in die Wiege gelegt worden. Schon als Kind fühlt er sich angezogen vom Sternenhimmel und macht sich so seine Gedanken. Mit zwölf nimmt er an dem Preisausschreiben teil und gewinnt ein Teleskop , „so ein langes rotes Rohr“.
„Ab dem Zeitpunkt war ich echt angefixt.“ berichtet der Knetzgauer, der in der Gemeindeverwaltung nicht die Sterne, sondern als Kämmerer das Geld zählt. „Und jetzt war der Punkt da, wo ich was in der Hand habe, womit ich mich echt beschäftigen kann.“ Lange hält die Begeisterung nicht an, denn das Teleskop ist nur ein besseres Spielzeug, mit dem er den Mond anvisieren kann, aber nicht wirklich detailreich.
Der Jugendliche kommt in die Realschule nach Haßfurt. „Dort gibt es ja auch die Beobachtungskuppel für Sterne, doch ich habe nie den Zugang bekommen“. Jammerschade, bedauert er noch heute, weil es sich für ein Schulprojekt richtig anbiete.
Regiomontanus grüßt