Das Gesundheitsamt Haßberge meldet 31 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und einen weiteren Todesfall. Dabei handelt es sich um einen 87-jährigen Mann mit schwerer Vorerkrankung, der in einer Klinik mit Covid-19 verstorben ist, wie das Landratsamt gestern mitteilte. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Landkreis auf 71.

Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Corona-Fälle beläuft sich auf 2694 (Stand: 25. März, 15.30 Uhr). 2437 Bürger sind wieder genesen. Demnach sind aktuell 186 Personen mit dem Virus infiziert .

Zurzeit werden 14 Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. In häuslicher Isolation befinden sich 626 Personen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 101,9 (Stand: Donnerstag, 25. März, 0 Uhr).

Mutationen

Mittlerweile wurden im Kreis Haßberge 178 bedenkliche Corona-Mutanten bestätigt. Bei 165 Fällen handelt es sich um das britische Virus, bei einem um die südafrikanische Variante. Zwölf weitere Mutationsfälle lassen sich nicht eindeutig definieren. Neben diesen bestätigten Mutanten gibt es noch 14 Verdachtsfälle; hier steht das Ergebnis der sogenannten Genom-Sequenzierung noch aus. Aktuell werden alle positiven Corona-Testergebnisse auf Mutationen untersucht.

Seit Impfstart im Dezember vergangenen Jahres wurden im Landkreis Haßberge insgesamt 6297 Erstimpfungen und 4037 Zweitimpfungen durchgeführt. Der Betrieb in den beiden Impfzentren Hofheim und Zeil läuft reibungslos. "Wie ein gut justiertes Uhrwerk", lobt Landrat Wilhelm Schneider und dankt allen Akteuren, die vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Betrieb des Impfzentrums sorgen. "Auch die Zusammenarbeit mit dem Rot-Kreuz-Kreisverband klappt hervorragend."

Aktuell werden die Personen geimpft , die in der ersten und zweiten Prioritätsstufe eingruppiert sind. Aus aktuellem Anlass wird darauf hingewiesen, dass alle Impfdosen zu 100 Prozent verimpft werden. "Es bleiben keine Impfdosen übrig; es wird nichts weggeworfen", betont Daniel Schirmer, Leiter der Impfzentren . Immer wieder kommen Personen abends im Impfzentrum vorbei, die auf Reste spekulieren und hoffen, spontan gegen Corona geimpft werden zu können. "Das macht keinen Sinn. Unberechtigte und nicht angemeldete Personen werden nicht geimpft ", macht Daniel Schirmer deutlich. Sollte tatsächlich aus medizinischen oder anderen Gründen keine Impfung erfolgen können, wird die Dosis sofort an berechtigte Personen aus Berufsgruppen wie Rettungsdienst oder Krankenhaus weitergegeben über Wartelisten. "Das Nachrück-Management ist sehr erfolgreich und führt dazu, dass keine Dosis verworfen werden muss", so Schirmer.

Neuerung bei den Schnelltests

Wie das Gesundheitsamt bekanntgibt, gibt es künftig bei den kostenlosen Antigen-Schnelltests in den fünf Schnelltestzentren in Ebern, Hofheim, Haßfurt , Eltmann und Maroldsweisach eine Erleichterung für die Bürger: Die neuen Abstriche können ab sofort auch im vorderen Teil der Nase genommen werden. Das bedeutet, dass der Tupfer nur noch zwei bis vier Zentimeter in die Nase eingeführt werden muss. Mit dem flachen Nasenabstrich können ab sofort auch Kinder und kleine Kinder in den Schnelltestzentren getestet werden.

Wie das Landratsamt weiter mitteilte, werden die Schnelltests zu bestimmten Zeiten an den fünf Orten auch über das Osterwochenende angeboten. Die Öffnungszeiten gibt der FT noch bekannt. red