Tag der offenen Tür: Vor 66 Jahren wurde der Ortsverband Haßfurt des THW gegründet
Wenn Keller volllaufen, Sturmböen Bäume entwurzeln oder Feuerwehr und Polizei technische Unterstützung benötigen, sind sie zur Stelle: die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Haßfurt. Seit 66 Jahren engagieren sich hier Frauen und Männer ehrenamtlich für die Sicherheit der Bürger.
Was 1960 mit einer kleinen Gruppe Helfer begann, ist heute ein leistungsstarker Ortsverband mit 94 Helferinnen und Helfer, darunter 23 Jugendliche. Gemeinsam leisten sie jedes Jahr 22.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden bei Einsätzen, Ausbildungen, Übungen, der Jugendarbeit sowie bei der Pflege der Fahrzeuge und Ausstattung.
„Trotz der steigenden Herausforderungen bin ich sehr stolz auf die Leistungen unserer Helferinnen und Helfer, die dies neben Familie und Beruf für die Allgemeinheit leisten“, sagt Ortsbeauftragter Christian Günther. Mit jährlich mehr als 20 Einsätzen bleibt die Zahl der Alarmierungen für den vergleichsweise kleinen Ortsverband konstant hoch. Den größten Anteil machen komplexe technische Hilfeleistungen zur Unterstützung von Feuerwehr , Polizei und Rettungsdienst im Landkreis Haßberge aus.
Doch die Einsatzkräfte aus Haßfurt werden auch regelmäßig überregional angefordert, wenn Naturkatastrophen oder Großschadenslagen die Hilfe des Technischen Hilfswerks erfordern.
So waren Helferinnen und Helfer aus Haßfurt unter anderem beim Elbehochwasser, während des Schneechaos ‘ in Thüringen und Bayern, verschiedene Hochwassereinsätze in Bayern sowie bei der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 im Einsatz.
Für den Fachberater Peter Friedrich sind diese Einsätze Ausdruck einer Entwicklung, die den Bevölkerungsschutz zunehmend fordert. „Gefühlt werden die Jahrhunderte immer kürzer, denn Jahrhundertkatastrophen nehmen stetig zu. Darauf bereiten wir uns vor.“ Moderne Technik, regelmäßige Ausbildungen und realitätsnahe Übungen seiend wichtiger denn je.
Passend zum Jubiläum hat sich der Ortsverband quasi selbst ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht. Ein neuer Lastkraftwagen mit Ladekran und Ladebordwand verstärkt künftig die örtliche Gefahrenabwehr. Das Fahrzeug konnte vollständig aus Spenden finanziert werden.