Emsiges Treiben ist in diesen Tagen im Gerätehaus der Eberner Stadtfeuerwehr zu beobachten. Der Schulungsraum im Erdgeschoss der Wache ist gefüllt...
Emsiges Treiben ist in diesen Tagen im Gerätehaus der Eberner Stadtfeuerwehr zu beobachten. Der Schulungsraum im Erdgeschoss der Wache ist gefüllt mit Kisten und Paketen, deren Inhalt auf ihre neuen Besitzer wartet. Feuerwehrkameradinnen und -kameraden betreten im fast fliegenden Wechsel den Raum und verlassen ihn nach wenigen Minuten wieder mit dem neuen Maßstab, was ihre Alarmierung im Einsatzfall angeht: Sie holen ihre neuen digitalen Funkmelder ab.
Schneller und sicherer
„Der neue Standard ist schneller, deutlich sicherer und entspricht endlich auch den modernen Vorstellungen des Datenschutzes“, so stellvertretender Kommandant Daniel Genslein laut einer Pressemitteilung. Zusammen mit seinem Stellvertreterkollegen Nico Sonnefeld legt er vor Ausgabe jeden Melder in einem gesicherten System an, ordnet ihn dem empfangenden Dienstleistenden zu und gibt an, welche Alarme der betreffende Kamerad erhalten soll.
Zuvor wurden die Geräte bereits im Landratsamt Haßberge registriert und mit einer Sicherheitskarte des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) ausgestattet, die den gesamten Funkverkehr verschlüsselt. „Bisher waren unsere Melder zu vergleichen mit einem empfangsbereiten Radio und dadurch konnte jeder mit fast verschwindend geringem Aufwand unseren Funk abhören“, so Nico Sonnefeld. Dies sei in der digitalen Variante kaum noch möglich, die Informationen gingen nur noch an den Personenkreis, der dafür berechtigt ist. Zudem könne man einzelne Geräte bei Missbrauchsverdacht, Diebstahl oder Verlust auch einzeln sperren. „Die neuen Melder passen in den technischen Wandel bei den Feuerwehren, die sich wie viele andere, alteingesessene Institutionen nicht der digitalen Welt verschließen können“, so sein Fazit.
„Bei einer dreistelligen Anzahl an Geräten, die im ganzen Eberner Stadtgebiet kurzfristig ausgerollt werden, wissen meine Kollegen nach ein paar Tagen schon, was sie geleistet haben, stellt erster Kommandant David Pfeufer mit einen leichten Lächeln auf den Lippen fest. Er bedankt sich bei seinen zwei Stellvertretern für ihren Einsatz. Zwar wäre man als Feuerwehr immer noch eine Art Handwerksbetrieb, der schnell und unkompliziert zur Hilfe eilt: Am Anfang eines jeden Einsatzes stünde jedoch erst einmal die Alarmierung der ehrenamtlichen Kräfte, die mit dem neuen Konzept noch besser sichergestellt ist, resümiert David Pfeufer abschließend. red