10 300 Sandsäcke wurden beim THW Haßfurt während des Starkregeneinsatzes am 9. Juli befüllt, kommisioniert und ausgeliefert beziehungsweise auf Transportfahrzeuge der Feuerwehren verladen. Hierfür wurden 180 Tonnen Sand bewegt und zusätzliche Gitterboxen benötigt, um die Sandsäcke zu verladen. Zwei Firmen aus dem Landkreis sprangen dem THW zur Seite und stellten die Materialien zur Verfügung.

Der THW-Ortsbeauftragte Christian Günther würdigte jetzt das uneigennützige Engagement der Spender. Das Kieswerk Hartlieb aus Stettfeld, vor Ort vertreten durch die Geschäftsführerin Annette Frankenstein, lieferte am Hochwassertag etliche Lkw-Züge Sand und stellte das Material nicht in Rechnung. Für die Maincor Rohrsysteme war Geschäftsführer Tobias Kuhn anwesend, der ebenfalls spontan zugesagt hatte, als ihn die Anfrage nach Gitterboxen erreichte. Binnen kurzer Zeit erhielt das THW Haßfurt 24 Stück dieser großen Behältnisse, für die die Katastrophenschutzorganisation keinen Pfennig bezahlen musste.

So wie diese beiden Firmen, die im Notfall dem THW zur Seite standen, macht es auch die Becker Baumaschinen GmbH aus Haßfurt. Seit vielen Jahren hat der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Milke ein offenes Ohr für Anliegen der Hilfsorganisation und stellt im Ernstfall Baumaschinen unentgeltlich zur Verfügung.

Landrat Wilhelm Schneider zeigte sich froh, dass private Unternehmen das THW entsprechend unterstützen. „Jeder Euro ist sehr gut angelegt“, sagte Landtagsabgeordneter Steffen Vogel im Hinblick auf die Förderung von Blaulicht-Organisationen. Er forderte im Bezug auf den Klimawandel sogar eine noch bessere Ausstattung der ehrenamtlichen Helfer.

Günther vom THW verdeutlichte das sehr gute Miteinander zwischen THW , Landratsamt, Feuerwehren , Rotes Kreuz und Polizei : „Bei uns herrscht eine vorbildliche Zusammenarbeit.“ An zwölf Einsatzstellen in Zeil, Burgpreppach, Ibind, Rauhenebrach, Tretzendorf, Ebern, Obertheres, Knetzgau, Neuschleichach sowie Unterschleichach, Hainert, Westheim und Steinsfeld halfen die THWler Anfang Juli. 80 Einsatzkräfte der Ortsverbände Haßfurt, Schweinfurt und Forchheim befüllten in der Unterkunft in Haßfurt Sandsäcke und brachten diese mit Hilfe der Feuerwehren vor Ort. In Zeil kamen zusätzlich zwei Hochleistungspumpen des THW Forchheim zum Einsatz, die mit einer Leistungsfähigkeit von bis zu 25 000 Litern in der Minute das Kanalsystem entlasteten und das Hochwasser in die Altach zurückpumpten.