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Bundeswehr begeistert beim Benefizabend


Autor: Fränkischer Tag

Ebern, Freitag, 20. März 2026

Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr ist in der Kantine der Valeo Powertrain GmbH aufgetreten.


Mit einem musikalischen Abend voller Höhepunkte präsentierte sich das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr am in der Kantine der Valeo Powertrain GmbH. Das Benefizkonzert , zu dem der Förderverein Blasorchester Ebern 1960 eingeladen hatte, beeindruckte die rund 450 Besucher mit hoher musikalischer Qualität und Vielfalt, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende des Fördervereins, Matthias Sperber, die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Prof. Michael Euler. Der gesamte Erlös des Abends kommt der Nachwuchsarbeit des Vereins zugute, in der derzeit rund 35 Kinder an Blockflöte, Blasinstrumenten von Querflöte bis Tuba sowie am Schlagwerk ausgebildet werden. Zudem wurde kürzlich eine neue Bläserklasse gegründet, in der die Kinder gemeinsam musizieren.

Das Konzert eröffnete das Musikkorps mit dem Parademarsch der Königlich Bayerischen Grenadiergarde, gefolgt von der schwungvollen Fledermaus-Ouvertüre. Mit dem T-Bone Concerto setzte Posaunist Oberfeldwebel Julian Nikol einen ersten solistischen Akzent, bevor Andreas Sauer mit Cape Horn seine Virtuosität am Waldhorn unter Beweis stellte. Traditionelle Märsche wie der Erzherzog-Albrecht-Marsch und der Steigermarsch mit seinem bekannten Text „Glück auf, der Steiger kommt“ durften nicht fehlen.

Besonders eindrucksvoll war die Aufführung der Steiger Variationen, in denen das zuvor schon im Marsch gehörte Steigerlied in immer neue musikalische Kontexte eingebettet wird. Die Melodie taucht überraschend in berühmten Werken der Musikgeschichte auf – etwa in den kraftvollen Chorszenen aus Carl Orffs Carmina Burana, im eleganten Schwanensee-Walzer von Tschaikowski oder in der ikonischen Filmmusik des Imperial March von John Williams .

Nach der Pause überraschte das Orchester mit einem szenischen Einstieg: Singend und mit Trommeln aus aller Welt zogen die Musikerinnen und Musiker durch den Saal auf die Bühne – begleitet von „Baba Yetu“, einem weltweit bekannten Werk. Der Titel bedeutet „Vater unser“ in Swahili und ist eine moderne Vertonung des christlichen Gebets, die afrikanische Rhythmik, Chorklang und orchestrale Elemente verbindet.

Prof. Euler erklärte, dass die Trommel eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit sei und seit jeher Menschen und Kulturen miteinander verbinde. Gerade deshalb passe „Baba Yetu“ so gut, denn „Wenn mehr Menschen musizieren würden, gäb’s weniger Konflikte“, so Euler.

Im Anschluss folgte mit „Musical Time“ ein 35-minütiger Querschnitt durch die Welt der Musicals. Die Sängerin Hanna Silberbach überzeugte mit stimmlicher Präsenz und Ausdruckskraft. Zu hören waren unter anderem Titel aus Annie Get Your Gun, Les Misérables, Cats, Phantom der Oper, Grease und Witches of Oz. Auch West Side Story mit seinen rivalisierenden Banden Jets und Sharks, verkörpert durch Solisten am Saxophon, durfte nicht fehlen. Zu Grease fegte eine Musikerin auf Rollschuhen durch den Saal.

Ein weiterer Höhepunkt waren die swingenden Klarinetten, bei denen vier Solisten mit technischer Präzision glänzten. Beendet wurde das Konzert feierlich mit dem Deutschlandlied.

Das Publikum dankte dem Ausbildungsmusikkorps mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations. red