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Borkenkäfer sitzen in den Startlöchern


Autor: Fränkischer Tag

LKR Haßberge, Mittwoch, 06. Mai 2026


Kreis Haßberge Das zuletzt warme und sonnige Wetter führt dazu, dass Borkenkäfer wieder aktiv sind.

Im Gebiet des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg/Kulmbach waren die Borkenkäferarten in den letzten acht Jahren besonders präsent, deshalb ist auch 2026 mit erhöhter Befallsgefahr zu rechnen. Jens Haertel vom AELF weist darauf hin: „In den Landkreisen Kulmbach, Kronach, Lichtenfels sowie in Stadt und Landkreis Coburg kann es immer wieder zu akuten Befällen kommen. Die ersten Schwärmflüge starten aktuell.“

Wie erkennt man h einen Befall? Ein typisches Zeichen ist Bohrmehl: Das ist ein rotbraunes Pulver, das bei Brutbeginn vom Stamm rieselt und sich an Rindenschuppen, am Stammfuß und auf Pflanzen in der Umgebung sammelt. Bei Regen oder starkem Wind sieht man Bohrmehl oft nicht, weil es abgewaschen oder verweht wird.

Weitere Hilfen wie Praxishilfen und Video‑Anleitungen findet man im Internet bei der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft .

Wenn ein Baum befallen ist, muss er schnell aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht werden. Gefälltes Holz sollte umgehend abtransportiert werden oder mindestens 500 Meter vom Wald entfernt gelagert werden. Reisig und Äste sind zu entfernen oder zu häckseln, damit sich dort keine neue Käfergeneration entwickeln kann. Die Bayerische Forstverwaltung bietet Unterstützung. red