Böse Überraschung für den Coburger Convent. Wie die "Neue Presse" gestern berichtete, hat die Deutsche Messe in Hannover den Vertrag mit dem CC gekündigt. In der Messe wollte der Convent seine Pfingsttagung abhalten, nachdem der Convent in Coburg in diesem Jahr abgesagt worden war.

Wie es jetzt aber mit der Pfingsttagung weitergeht, dazu gibt es keine konkreten Angaben. CC-Sprecher Martin Vaupel: "Wir prüfen jetzt, was wir tun können, um den Satzungen nachzukommen und die Mitglieder zufrieden zu stellen." Prüft der CC auch rechtliche Schritte gegen die Deutsche Messe? Dazu gibt es vom Convent keine weiteren Angaben. Aber: "Wir hatten bereits einen Vertrag mit der Messe", sagt Vaupel. Die Deutsche Messe AG hatte die in diesem Vertrag enthaltene Rücktrittsklausel genutzt. Der Sprecher der Messe begründete das so: "Die Weltanschauung einzelner Gruppierungen im Coburger Convent widersprechen zutiefst den Werten und der Haltung der Deutschen Messe. Wir sind ein weltoffenes Unternehmen, ein internationaler Marktplatz für sämtliche Kulturen und stehen daher für Vielfalt und Gleichberechtigung."

Martin Vaupel machte auch keine Angaben dazu, ob sich der CC jetzt einen neuen Standort für seine Tagung sucht. Hannover sei deshalb zunächst gewählt worden, weil die Tagung nur an einem Tag stattfinden soll. Die niedersächsische Landeshauptstadt habe mit ihrer Lage und Infrastruktur eine An- und Abreise am selben Tag möglich gemacht. Diese Anbindung hätte Coburg zum Beispiel nicht so geboten.

Plant der CC jetzt, wie viele andere Organisationen, möglicherweise eine digitale Pfingsttagung? Martin Vaupel: "Das ist eigentlich nicht möglich. Laut Satzung sind viele schriftliche Abstimmungen vorgesehen, die digital nicht umsetzbar wären." Das sei ähnlich wie beim jüngsten, digitalen Parteitag der CDU. Die Wahl des Parteichefs Armin Laschet müsse da ja auch noch per schriftlicher Briefwahl bestätigt werden. Vaupel: "Aber da geht es ja nur um eine einzelne Abstimmung." dy