Die Barmherzigen Brüder Gremsdorf begannen ihr Werkstattfest am vergangenen Sonntag wie immer mit einem Gottesdienst. Werkstattmitarbeiter Matthias Stengel ...
Die Barmherzigen Brüder
Gremsdorf begannen ihr Werkstattfest am vergangenen Sonntag wie immer mit einem Gottesdienst. Werkstattmitarbeiter Matthias Stengel hatte extra für diesen Festtag einen runden Tisch aus Ahorn entworfen und gebaut, den er zusammen mit dem Hausseelsorger Peter Jankowetz zum "Tisch des Herrn" bereitete.
In Anlehnung an ein Wort von Papst Franziskus forderte Jankowetz die Besucher auf, "Barmherzigkeit neu zu buchstabieren". Und seine entscheidende Frage lautete: "Was ist eigentlich Barmherzigkeit?" In der recht einfachen Ausprägung wohl erst einmal ein "guter Umgang miteinander".
Mitmenschen als Geschenk
Dabei heiße es, weniger den anderen zu verurteilen oder auch den "ersten Stein auf ihn zu werfen", sondern erst einmal die Mitmenschen "als Geschenk zu betrachten". In das "Barmherzigkeit-Alphabet" passten Worte wie begleiten, respektieren, Mut machen, aber auch zuwenden beziehungsweise tragen und ertragen, sagte Peter Jankowetz.
Zahlreich und vielfältig war das Angebot, das die Gremsdorfer Einrichtung für Menschen mit Behinderung den vielen Gästen den ganzen Tag über bot. Die Malecke oder die zahlreichen aufgebauten Tischkicker wurden genauso begeistert angenommen wie die Hausführungen beziehungsweise die unterschiedlichen Verkaufsideen des großen Adventsmarkts. Selbst beweisen konnten sich Jung und Alt beim Stäbchenweben, Teppichknüpfen oder Vogelhausbauen.
Die Ehrenamtlichen der Einrichtung verkauften für einen Einheitspreis von einem Euro eine große Menge an Trödelware. Im Einkaufsladen standen viele Produkte aus der Fertigung der Benedikt-Menni-Werkstatt zum Verkauf.
Buntes Bühnenprogramm
Bis auf den letzten Stuhl besetzt war das Forum Barmherzige Brüder Gremsdorf den ganzen Nachmittag über. Der Schulchor der Ritter-von-Spix-Schule unter der Leitung ihres Rektors Michael Ulbrich, der Kindergarten St. Theresia Aisch, die Volkstanzgruppe Lonnerstadt, die "Maharanis aaja nachle" oder auch der Zauberer Cartini wussten alle auf ihre ganz eigene Art, die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Und nicht zum ersten Mal riss der Werkstattsong "Den Daumen hoch! Auf unsere Werkstatt!" sowie dessen tänzerische Umsetzung die vielen Zuschauer von ihren Plätzen. Humorvoll, spontan und souverän führte Sozialdienstmitarbeiterin Cathleen Merker durch das Programm. Eine elfjährige Bad Windsheimerin holte sich den Hauptpreis der Tagesverlosung: einen Zweierkicker.
Johannes Salomon