Es ist zweifellos eines der großen Projekte, die die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten schultern muss: der Neubau des Rathauses. Freilich nimmt diese Maßnahme mehrere Jahre in Anspruch, die Fertigstellung ist für 2022 vorgesehen. Doch 2019 sind die baulichen Weichen gestellt worden - das alte Gebäude wurde abgerissen, während Monate zuvor bereits das Interims-Rathaus bezogen worden war.

Es war im Januar, als die Belegschaft der Stadtverwaltung in die einstige Puma-Verwaltung in der Würzburger Straße umzog - der wichtigste Schritt für den Abbruch. Kurz zuvor hatte der Stadtrat mit einer kleinen Feier Abschied genommen vom altehrwürdigen Sitzungssaal. Nur wenige Tage später, am 23. Januar, fand die erste Sitzung im neuen Sitzungssaal im Interims-Rathaus statt. Der Betrieb für die kommenden Jahre hatte begonnen.

Im Mai wurde das alte Rathaus aus den 1960-er Jahren dann auf den Abbruch vorbereitet und im Innern entkernt. Anfangs Juni rückten die Bagger an, am 26. Juni erinnerte nur noch ein großer Berg Bauschutt an die einstige Verwaltung. Ab Juli wurde das Areal dann noch einmal von den Archäologen unter die Lupe genommen, überraschende Funde gab es nicht.

Begleitet wurde das Projekt auch mit Skepsis, zumal sich nach dem Abbruch ein romantisches Bild des jetzt frei stehenden Schlosses ergab. Ideen für einen Schlosspark wurden in Teilen der Bevölkerung laut. bp