Freud und Leid lagen bei der Hauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr nahe beieinander. Unter den zu Ehrenden wäre nämlich auch der ehemalige Vorsitzende Wilfried Bauer gewesen, der für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden wäre. Er stand bis 2014 zwölf Jahre an der Vereinsspitze und ist vor wenigen Tagen gestorben. "Ich hätte heute lieber eine Laudatio als einen Nachruf gehalten", betonte sein Amtsnachfolger Thomas Bauer.

Beeindruckendes Arbeitspensum

Kommandant André Dreilich gab bekannt, dass die 34 Aktiven 18 Einsätze mit einem Zeitaufwand von insgesamt 245 Stunden abgewickelt hätten. Allein siebenmal rückten sie im Bereich Brandschutz aus. Hinzu kamen 18 Übungen, zwei Schulungsabende und 17 Bewegungsfahrten. Insgesamt wurden rund 1600 ehrenamtliche Stunden für den Übungsbetrieb aufgewendet. Mehrere Aktive besuchten Ausbildungen an den Feuerwehrschulen, absolvierten die modulare Truppmannausbildung und legten die Leistungsprüfung ab.

"In Eigenregie und mit Unterstützung durch die Gemeinde wurde hinter dem Gerätehaus ein fester Stellplatz errichtet", informierte Dreilich weiter.

Atemschutzgerätewart Matthias Knauer informierte über die 17-köpfige Atemschutzgruppe. Die Geräteträger nahmen an Übungen und Lehrgängen teil. Die Gerätewarte Rainer Pohl und Fabian Renner führten Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen und an der feuerwehrtechnischen Ausrüstung aus.

Die Kinderwarte Rainer Pohl und Isabell Treusch sorgen bei den "Weidhäuser Feuerfunken" für abwechslungsreiche Gruppenstunden. Die Kinderfeuerwehr wurde Anfang des vergangenen Jahres mit sieben Mädchen und Jungen gegründet und konnte ihre Personenstärke bis zum Jahresende auf 16 mehr als verdoppeln. In der Jugendgruppe sind sieben Anwärter aktiv, nachdem vier Jugendliche zu den Erwachsenen übergetreten sind und zwei Neuzugänge verzeichnet wurden. Die Jugendwarte Heiko Jacob und André Dreilich berichteten von 949 geleisteten Stunden. Sechs Anwärter unterzogen sich erfolgreich dem Wissenstest.

Die geselligen Veranstaltungen rief Vergnügungswart Ernst Ploß ins Gedächtnis. Für heuer sind geplant: Schlachtfest (14. März), Preisbierkopf (27. März), Maibaumfest (1. Mai), Sommerfest (9. August) und Grillfest (27. September). Bürgermeister Markus Mönch machte deutlich, dass es nicht selbstverständlich sei, sich ehrenamtlich einzubringen.

"Neben den Diensten und Einsätzen wird auch vieles vom Verein auf die Beine gestellt", lobte Landrat Sebastian Straubel.

Die Auszeichnungen

Respekt und Ankerkennung zollte Straubel Thomas Bauer, der 1979 eingetreten ist. Ihm überreichte der Landrat das staatliche Feuerwehrehrenzeichen in Gold mit einem Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim sowie die bayerischen Ehrenamtscard in Gold. Der Geehrte war in den vier Jahrzehnten auch bei nicht einfachen Einsätzen dabei und ist auch als Führungskraft anerkannt. Schon vor seiner Zeit als Vorsitzender hat sich Thomas Bauer ab 2002 als Schriftführer eingebracht. Seitens der Gemeinde überreichte ihm Bürgermeister Mönch den Ehrenkrug und meinte: "Solche Männer braucht das Land."

Zeitgleich mit Thomas Bauer trat auch Hubert Zapf als Dienstleistender in die Wehr ein. Seit 2008 ist er Kassierer.

Für 60-jährige Treue wurden die "drei Musketiere" der Weidhäuser Wehr, Klaus Lux, Harald Knauer und Peter Hofmann, geehrt. Auch sie waren über Jahrzehnte aktiv.

Zu den Wiedergründungsmitgliedern der Wehr gehörte vor 70 Jahren Horst Zapf, der als Einziger von ihnen noch lebt. Er führte ein halbes Jahrhundert die Kasse.

Zum Ehrenmitglied wurde der ehemalige Kommandant Gerd Angermüller auf einstimmigen Beschluss ernannt. Er übernahm damals den verantwortungsvollen Posten, als sich niemand anderer dafür gefunden hatte.

Ärmelstreifen erhielten Heiko Jacob (20-jährige Dienstzeit), Stefan Kaiser und Fabian Renner (zehn Jahre). Befördert wurden Marcel Propp (Feuerwehrmann), Fabian Renner (Oberfeuerwehrmann) und Lukas Juck (Löschmeister). ake