Es war ein besonderer Kirchensonntag. Denn in der Katholischen Pfarrgemeinde konnte nicht nur das Erntedankfest gefeiert werden, zudem boten die zum Abschluss gekommenen Renovierungsmaßnahmen am Gotteshaus einen Anlass zum Danken. Eigens aus diesem Anlass war Generalvikar Georg Kestel nach Altenkunstadt gekommen.

In reichem Maße umgaben die Früchte aus den Gärten und von den Feldern den Altar in der Pfarrkirche "Mariä Geburt", als der Festgottesdienst mit dem Eingangslied "Ein Haus voll Glorie" begonnen wurde. Mit einem herzlichen Willkommensgruß empfing Pater Kosma Reimer den Generalvikar.

Namens der Gemeinde Altenkunstadt bereitete Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) dem Generalvikar einen freundlichen Empfang und würdigte den gelungenen Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Pfarrkirche.

Ein lebendiges Gebäude

Generalvikar Kestel sagte, dass die Kirche gleichsam ein Kunstwerk aus Stein sei, das nun in neuem Glanz erstrahle. Hier gebe es die Begegnungen mit Gott, jeder dürfe sich im Glauben bestärkt fühlen, könne Gemeinschaft erleben, Erfahrungen austauschen und Anregungen für das eigene Leben erhalten. Viele trügen dazu bei, dass die Pfarrkirche ein lebendiges Gebäude bleibe.

Nach der Eucharistiefeier und dem Schlussgebet ergriff Kirchenpfleger Thomas Siebenaller kurz das Wort und erinnerte daran, dass sich 2015 ein Ring aus Buchszweigen an der Osterkerze entzündet hatte. Die Auswirkungen dessen seien Anlass gewesen, erneut eine Kirchensanierung vorzunehmen. Allerdings sei sie zunächst einmal zurückgestellt worden, denn die Renovierung des Pfarrhauses erwies sich als sehr umfangreich. Andererseits wollten die Verantwortlichen keine Schulden aufnehmen, und dies sei der Grund dafür gewesen, dass zunächst fünf weitere Jahre gespart wurde. Erst danach konnte, zugleich auch 14 Jahre nach der letzten Renovierung, das Vorhaben in dieser außergewöhnlichen Zeit angegangen werden.

Und dennoch sei es gelungen, die Renovierung in nur vier Monaten und vor allen Dingen unfallfrei abzuschließen. Dafür dankte Kirchenpfleger Thomas Siebenaller allen staatlichen Stellen, Ämtern, Behörden sowie dem Architekten Herbert Fleischmann, dem Bauleiter Gunter Czepera und allen Mitgliedern der Kirchenverwaltung, insbesondere Lorenz Nastvogel sowie den kirchlichen Gremien und dem Chor.

Nachdem der Pfarrei eine großherzige Spende eines Altenkunstadter Ehepaares zuteil geworden war, sei sogar noch die Renovierung der Orgel möglich gewesen, informierte Kirchenpfleger Thomas Siebenaller die Gläubigen.

Pfarradministrator Pater Kosma Rejmer und die anderen Geistlichen hätten das Gotteshaus nun wieder übernommen, sagte Kirchenpfleger Siebenaller, doch auch die Kirchenverwaltung freue sich über das gelungene Ergebnis.

Auf die eigentlichen baulichen Tätigkeiten ging Bauleiter Gunter Czepera ein und zeigte dabei auf, was in nur vier Monaten alles bewältigt werden konnte. Zugleich dankte er für das Vertrauen der Kirchenverwaltung und das Entgegenkommen der öffentlichen Stellen. Allen beteiligten Handwerkern bescheinigte er, dass sehr gute Arbeitsleistung erbracht wurde und ein harmonisches Miteinander zum Gelingen des Vorhabens beigetragen habe. Dieter Radziej