Die Oberfrankenstiftung unterstützt die Naturbühne Trebgast seit 1995 bei verschiedenen Investitionen. Bei einem Besuch auf dem Wehlitzer Berg konnte sich jetzt eine 13-köpfige Delegation davon überzeugen, dass ihre gewährten Mittel gut angelegt wurden.
Vorsitzender Siegfried Küspert begrüßte die Repräsentanten der Stiftung auf dem Trebgaster Kulturhügel. Er ging kurz auf die Historie der Naturbühne ein, die 1892 an diesem Platz mit der Gründung des Vorgängervereins, des "Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins" begann. "Als eigentliches Gründungsjahr gilt 1953, als sich aus der Schauspielgruppe des BRK die Naturbühne entwickelte."
Küspert nannte einige Daten: Der Verein setzt im Jahr etwa 450 000 Euro um. Und das im Ehrenamt. Das entspreche schon einem kleinen Unternehmen. Die aktuelle Saison bestritten ihm zufolge 85 Schauspieler und 55 Personen hinter den Kulissen - im Kassen- und Gästedienst, in der Technik, der Maske, der Requisite, im Bühnenbau und in der Öffentlichkeitsarbeit.


Viel investiert

In den letzten vier Jahren wurden laut Vorsitzendem 166 000 Euro in die Errichtung eines Lagergebäudes und die Erweiterung der Bühnennebengebäude investiert.
Siegfried Küspert dankte für die Unterstützung durch die Oberfrankenstiftung, die maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen hat. "Wir sind froh und glücklich, Sie an unserer Seite zu wissen."
Dann ging der Vorsitzende auf das nächste größere Vorhaben ein, das unter dem Titel "innovative technische Ausstattung" in der Planung ist und als "Leader-Projekt" angemeldet wurde. "Wir beabsichtigen, unsere Technik von analog auf digital umzustellen. Dies betrifft sowohl die Anlagen im Außenbereich, also Scheinwerfer und Lautsprecherboxen sowie Relais- und Steuerelemente, als auch zentrale Einheiten wie Steuer- und Mischpult für visuelle und Audioeffekte." Dabei sei es notwendig, in erheblichem Umfang neue Hard- und Software anzuschaffen. "Wir wollen dabei auf den Einsatz energiesparender Scheinwerfer achten. Diese Investition hat ein Volumen von 150 000 Euro."


"Nicht am staatlichen Tropf"

Küspert betonte, dass sich die Naturbühne im Wesentlichen über ihre Einnahmen finanziert. "Landkreis, Bezirk und Gemeinde unterstützen uns mit insgesamt 16 500 Euro jährlich. Dank etlicher Sponsoren, die ein Herz für die Kultur haben, hängen wir nicht am staatlichen Tropf."
Der Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung, Eckhard Wiltsch, dankte für den herzlichen Empfang und die Führung durch das Theater. "Wir waren von der professionellen Einrichtung hinter den Kulissen beeindruckt. Technik, Maske, Fundus: Alles auf sehr hohen Niveau."
Bedenke man, dass alle Mitwirkenden nebenberuflich ihre Zeit einbringen, so müsse man respektvoll den Hut ziehen. Sein Fazit: "Die Naturbühne Trebgast zählt ohne Zweifel zu den Leuchttürmen Oberfrankens. Dies ist natürlich nur möglich, durch die engagierte Mitarbeit aller Akteure. Wir wünschen viele weitere erfolgreiche Jahre mit vielen Besuchern." hd