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Gefahr für Wald und Mensch


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Ebern, Freitag, 25. Mai 2018

- Die "Klettereiche" in Unterpreppach ist vom Eichenprozessionsspinner befallen. Auch an der Ortsverbindungsstraße von Unterpreppach Richtung Vorbach, im Sprachgebrauch "Ochsen-Highways" genannt, sind...
Ebern hat Warnschilder an der Straße zwischen Unterpreppach und Vorbach angebracht, um auf den Eichenspinner aufmerksam zu machen.  Foto: Helmut Will


- Die "Klettereiche" in Unterpreppach ist vom Eichenprozessionsspinner befallen. Auch an der Ortsverbindungsstraße von Unterpreppach Richtung Vorbach, im Sprachgebrauch "Ochsen-Highways" genannt, sind Schilder angebracht, die auf den allergieauslösenden Schädling hinweisen.
Angebracht wurden diese Warnhinweise, wie Christian Raehse, Leiter des Bauhofes Ebern auf Anfrage bestätigte, von Mitarbeitern der Stadt Ebern. Seinen Worten zufolge wurde deswegen auch mit dem Landratsamt Haßberge Rücksprache genommen. "Wir vom Bauhof sind nicht darauf eingerichtet, die Raupen fachgerecht zu entfernen", sagt Raehse.


Besser Abstand halten

Aufpassen sollte man auf jeden Fall, sagt der Bauhofleiter, dessen Meinung nach auch viele Bäume am "Ochsen-Highway" befallen sind. Auch Wolfgang Gnannt, der zuständige Forstbeamte vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt weiß, dass der Eichenprozessionsspinner derzeit akut ist. Allerdings, so sagt er, ist nicht alles Eichenprozessionsspinner, was man so in Hecken oder Bäumen an Geweben und Fäden sieht.
Auch er mahnt zur Vorsicht; und man sollte lieber etwas kritischer sein, als gedankenlos alles anzufassen oder zu erkunden. Neben den Fraßschäden, so ist in Publikationen zu lesen, liegt die eigentliche Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen führen beim Menschen zu Allergien. Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen. Seit 1995 ist eine starke Zunahme dieser früher seltenen Schmetterlings in Unter- und Mittelfranken sowie im westlichen Oberfranken zu verzeichnen. Die feinen Haare der Raupen bleiben lange Zeit gefährlich und können noch nach Jahren im Boden Allergien auslösen, sagen Fachleute.