Gastro-Beschäftigte im Raum Bamberg sollen vom Umsatz-Kuchen abbekommen

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Sich einfach ins gemachte Bett legen können: Dafür sorgen in Bayern tausende Beschäftigte im Gastgewerbe. Auch sie sollen von steigenden Umsätzen in der Branche profitieren, fordert die Gewerkschaft. Foto: NGG
Sich einfach ins gemachte Bett legen können: Dafür sorgen in Bayern tausende Beschäftigte im Gastgewerbe. Auch sie sollen von steigenden Umsätzen in der Branche profitieren, fordert die Gewerkschaft. Foto: NGG

Tourismus im Aufwind: Der Raum Bamberg wird als Urlaubs- und Reiseziel immer beliebter: Rund 967 000 Übernachtungen gab es im Raum im vergangenen Jahr - und...

Tourismus im Aufwind: Der Raum Bamberg wird als Urlaubs- und Reiseziel immer beliebter: Rund 967 000 Übernachtungen gab es im Raum im vergangenen Jahr - und damit 10,7 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Die NGG beruft sich dabei auf neueste Zahlen des Statistischen Landesamts.
Steigende Umsätze müssten sich nun aber auch in den Portemonnaies der Beschäftigten wiederfinden, fordert die Gewerkschaft. "Denn die Mitarbeiter in Hotels, Restaurants und Biergärten sind es, die den regionalen Tourismus zu einer Wachstumsbranche machen", sagt Michael Grundl, Geschäftsführer der NGG Oberfranken. Es sei "höchste Zeit, dass sie ein größeres Stück vom Umsatz-Kuchen abbekommen", so die MGG in ihrer Mitteilung.
Die NGG verlangt in der bevorstehenden Tarifrunde im bayerischen Gastgewerbe ein Lohn-Plus von 100 Euro für alle Beschäftigten. 1#googleAds#100x100 Im Raum Bamberg würden davon rund 6 630 Menschen profitieren. Außerdem sollen die Azubi-Vergütungen um 75 Euro steigen. "Ob als Koch, Hotelfachfrau oder Kellner - die Gastro-Beschäftigten machen einen harten Job. Und gleichzeitig sind sie den Besuchern im Raum Bamberg freundliche Gastgeber", betont Grundl.


Es boomt

"Das gesamte Tourismus-Land Bayern boomt", sagt auch Freddy Adjan, Bayern-Chef der NGG und Verhandlungsführer für das Gastgewerbe. "Von der Pension im Alpenvorland, über das Münchner Luxushotel bis hin zur Eisdiele im Ort steht das bayerische Gastgewerbe auf soliden Beinen. Und die Branche wächst von Jahr zu Jahr", so Adjan. Im vergangenen Jahr zählte der Freistaat gut 88 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste - das sind 3,4 Prozent mehr als 2014 und 18 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.
Dieser Trend sei ganz wesentlich dem Einsatz der Beschäftigten zu verdanken, ist sich Adjan sicher. Für sie will sich die NGG nun am Tarif-Tisch ins Zeug legen. Für Adjan ist klar: "Wer spätabends noch einmal die Küche anwirft oder am Feiertag das Hotelzimmer sauber macht, der sorgt nicht nur für Zufriedenheit beim Gast. Er sorgt auch dafür, dass er wiederkommt." red