Störungen und Zugausfälle im laufenden Betrieb der Gräfenbergbahn sorgen in dieser Anfang für Schlagzeilen. Erst am Donnerstag war die Strecke wegen Gleislagefehler bei Heroldsberg (Kreis Erlangen-Höchszadt) gesperrt worden. Nun platzt dem Nürnberger Landtagsabgeordneten Markus Ganserer (Grüne) der Kragen: "Ich fordere von der Staatsregierung und der Deutschen Bahn schnelles und entschlossenes Handeln."
Der Verkehrsexperte Ganserer spricht in einer Pressemitteilung von einer "Pannenserie" auf der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Gräfenberg. Er hat deswegen eine Anfrage eingereicht und erwartet von der Staatsregierung bis Ende nächster Woche Antworten, welche Maßnahmen vorgesehen seien, "um in absehbarer Zeit eine akzeptable und die Kunden zufriedenstellende Betriebsqualität sicherzustellen".


160 Störungsfälle

Für Ganserer hätten Deutsche Bahn und Staatsregierung aus der Vergangenheit offenbar nichts gelernt: Nachdem in den Jahren 2014 und 2015 sich die Störungen auf 160 Fälle summierten, hatte der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags im November 2015 die Petition eines Eckentaler Bürgers gewürdigt. Die Staatsregierung wurde aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass sämtliche Störungsursachen behoben werden und die Gräfenbergbahn zu einem geregelten Verkehr zurückkehren kann.


Krisenmanagement

Der Landtagsabgeordnete Ganserer fordert von der Bahn auch ein besseres Krisenmanagement. So standen nach seiner Aussage am Donnerstagnachmittag für viele hundert Pendler für einen provisorischen Ersatzverkehr nur Taxis zur Verfügung. "Es ist für mich nicht akzeptabel, dass hier die Fahrgäste einfach stehen gelassen werden", schreibt Ganserer weiter. red