Auch im Heimspiel gegen die im Vorfeld hochfavorisierten Oberpfälzer der SpVgg SV Weiden starteten die Hausherren vom VfL Frohnlach äußerst mutig. Während Gästekeeper Dominik Forster in der 6. Minute noch einen Abschluss von Christopher Autsch mit Mühe entschärfte, lenkte der Schlussmann wenige Sekunden später einen weiteren Distanzversuch von Philipp Schubert in höchster Not zur Ecke, ehe Rene Knie das bemerkenswerte Engagement der Blau-Weißen schon bald krönte (10.).
Auf Traumpass von Lukas Pflaum umkurvte Frohnlachs Regisseur mit der Rückennummer 10 den Schlussmann der Elf vom Wasserwerk elegant.
"In der Anfangsphase haben wir geschlafen", schien dieser Treffer die Schützlinge von Ex-Profi Tomas Galasek wach gerüttelt zu haben, wobei der schnelle Ausgleich für die daraufhin aktiveren Gäste nur fiel, weil der Abwehr des VfL ein katastrophaler Schnitzer unterlief, den Marco Kießling eiskalt bestrafte (16.).
In der Folge nahm der Druck der Mannen um Kapitän Thomas Wildenauer vermehrt zu, weil er und seine Teamkollegen die Kugel geschickt laufen ließen, woraus zunehmend Feldvorteile für die Weidener resultierten, die der im eins gegen eins an Edemodu scheiternde Christopher Hegenbart sowie der aus der Ferne abfeuernde Spielführer selbst jedoch nicht nutzen konnten.
Punktuell nahmen die Einheimischen bei Kopfbällen von Stefano Göhring und Angreifer Pflaum oder einem weiteren Distanzversuch von Knie aber ebenfalls das Gehäuse der Spielvereinigung ins Visier. Allerdings hatten die Gastgeber reichlich Glück, als Ralph Egeter zwar den Heimkeeper clever aussteigen ließ, aber letztlich frei nur den Pfosten traf (33.).
"Wir waren dann wesentlich besser im Spiel, bevor wir Frohnlach unerklärlicherweise vor der Pause haben zurückkommen lassen, als wir um den erneuten Rückstand bettelten", sah Galasek, wie kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal ein Pflaum-Fernschuss für ein Raunen im weiten Rund sorgte, der nach sehenswerter Kombination über die Fingerspitzen von SpVgg-Torwart Forster knapp über den Querbalken strich (42.).
Unglücklich die Ereignisse nach dem Seitenwechsel, als Thomas Schneider einen knapp im oder vielleicht auch knapp vor dem Strafraum an Egeter verschuldeten Foulelfmeter souverän verwandelte (54.), bevor Kießling lediglich eine Zeigerumdrehung später einen fahrlässigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung der Frohnlacher ausnutzte und erneut einnetzte (55.), wobei die Einheimischen im Vorfeld der beiden Treffer jeweils Fouls der angreifenden Gäste gesehen haben wollten.
Im weiteren Spielverlauf haderten die VfL-Fans mit den Entscheidungen des unterfränkischen Gespanns, welche die Bemühungen der Frohnlacher mit umstrittenen Abseits- und Foulpfiffen erschwerten.
"Mit zwei Toren im Rückstand wird es gegen Weiden natürlich schwer, so dass wir schon einen schnellen Anschlusstreffer gebraucht hätten, um noch einmal entscheidend zurückzukommen, was misslang, weil wir zwar nach wie vor viele Bälle klaute, aber die finalen Pässe in die Spitze nicht mehr ankamen", so Trainer Oliver Müller.
Hartmann hätte in der Schlussphase wieder für Spannung sorgen können, wenn sein Schuss nicht von einem eigenen Mitspieler auf der Torlinie geblockt worden wäre (86.), da die Galasek-Schützlinge es zuvor verpasst hatten, den Sack endgültig zu zumachen.
"Insgesamt waren wir nicht überzeugend", war Galasek nicht vollends zufrieden: "Ich möchte nicht sagen, dass wir glücklich gewonnen haben, aber es war schwer, den Dreier einzufahren, was zeigt, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt".
"Insbesondere mit der ersten Halbzeit meiner Truppe war ich einverstanden, die wir uns jedoch nach dem Seitenwechsel innerhalb einer Minute zunichte gemacht haben, was sehr schade ist", sah Müller dagegen den Knockout für seine Kicker erneut im Doppelschlag der Gäste.
"Frohnlach hat die Leistung vom Sieg in Amberg bestätigt, weshalb der VfL für mich kein Abstiegsaspirant ist", lobte Galasek noch den VfL.
"Auf die Gefahr, dass wir auch einmal ein richtiges Brett mit vier oder fünf Gegentoren bekommen, werden wir zukünftig weiter versuchen mitzuspielen", zog Müller seinerseits viele positive Aspekte aus dem Auftritt seiner Kicker, um abschließend zu versprechen: "Die Niederlage wirft uns nicht um, denn die Jungs sind heiß und werden weiter um jeden Zähler kämpfen, damit wir in der Bayernliga bleiben."