"Frieden und Freiheit sind zerbrechlich"

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Pfarrer Ringer, Karsten Fischkal und Günter Brehm. Bürgermeister Fischkal legt den Kranz nieder. Foto: Johanna Blum
Pfarrer Ringer, Karsten Fischkal und Günter Brehm. Bürgermeister Fischkal legt den Kranz nieder. Foto: Johanna Blum

Auch Adelsdorf gedachte am Volkstrauertag der unzähligen Opfer der beiden Weltkriege, aber auch der vielen Opfer von Terror und Gewalt. Nach dem Gedenkgotte...

Auch Adelsdorf gedachte am Volkstrauertag der unzähligen Opfer der beiden Weltkriege, aber auch der vielen Opfer von Terror und Gewalt.
Nach dem Gedenkgottesdienst zogen die Fahnenabordnungen und die Vertreter der Vereine sowie beide Bürgermeister und Gemeinderäte mit Trommelwirbel zum Ehrenmal auf dem Marktplatz. Pfarrer Thomas Ringer erinnerte daran, dass sich das Unvorstellbare millionenfach wiederholt habe, dass Menschen Opfer von Hass und Unterdrückung sind und waren.
"Der Terror schlägt zu und trifft oft nicht die Verantwortlichen, sondern Menschen wie uns." Es brauche heute Menschen, die in Zeiten der Gewalt die Fahne der Liebe hochhalten, denn am Ende werde die Liebe siegen.
Mit dem Gebet "Herr mache mich zum Werkzeug deiner Liebe" und dem Vaterunser gedachten alle der Verstorbenen. Nach einem feierlichen Choral, gespielt von den Adelsdorfer Musikanten, legte Bürgermeister Karsten Fischkal einen Kranz vor dem Ehrenmal nieder. 1#googleAds#100x100 "Man müsste die fünf Feinde des Friedens: Stolz, Habgier, Ehrgeiz, Neid und Hass ausschalten. Frieden und Freiheit sind sehr zerbrechlich", warnte er.
Für die beiden Adelsdorfer Kriegervereine und den VdK sprach Günter Brehm (Krieger- und Kameradschaftsverein Adelsdorf): "Wir müssen aus der Vergangenheit und den jetzigen Gegebenheiten unsere Lehren für den Umgang miteinander ziehen, müssen willens sein, zu vergeben und zu versöhnen. Auch Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind nicht nur auf dem Vormarsch - sie scheinen langsam salonfähig zu werden."
Nach der Kranzniederlegung beendete das Lied vom Kameraden die würdige Gedenkfeier. Auch in Aisch und in Neuhaus wurde der Opfer der Kriege an den Denkmälern gedacht. JB