Bernhard Panzer

Ein Großprojekt der Innenstadt ist wieder einen Schritt weiter. Dem Planungsausschuss wurde am Montagabend die Kubatur für die beiden geplanten Gebäude auf dem Hubmann-Areal vorgestellt und dem Stadtrat einstimmig zur Beschlussfassung vorgeschlagen. Es handelt sich um das Bürgerzentrum und die Stadtbibliothek.
Dominik Fahr vom Büro Auer & Weber erläuterte die Ansicht, die sich von den bisherigen Entwürfen kaum unterscheidet. Nach dem Beschluss zur Tiefgarage konnte man nun auch die beiden Hochbauten fertig planen. Bis zur Stadtratssitzung soll ein Modell im Maßstab 1:200 vorliegen. Fahr erwähnte unter anderem auch die gemeinsame Energiezentrale an der Schnittstelle zum Rathaus.


Künstler-Garderobe

Gemeinsame Anlagen sind auch im Untergrund des Hubmann-areals vorgesehen. So gibt es im Keller unter anderem Garderoben, auch für Künstler, und Toiletten, die von den Besuchern des Bürgerzentrums und der Bücherei gemeinsam genutzt werden können. Die Technikerzentrale habe man dahingehend optimiert, dass in der Tiefgarage noch ein paar Stellplätze gewonnen wurden. Fahr sprach von mindestens 105, es können aber auch die von Bürgermeister German Hacker bereits in Aussicht gestellten 110 sein.
Für die beiden Gebäude, die etwa 14 Millionen Euro kosten sollen, sind selbst 62 Stellplätze nachzuweisen. Zwei davon sollen behindertengerecht sein und möglicherweise ebenerdig angelegt werden. In die Tiefgarage kommen dann vermutlich auch noch fünf bis sechs Stellplätze für die Dienstautos der Stadt, sagte Bürgermeister Hacker. Es sei störend, wenn die Fahrzeuge aus der Garage am Schloss über den Marktplatz fahren müssen.


Viel Lob

In der Diskussion wurden die Ansichten der beiden Gebäude einschließlich der Gestaltung des Areals durchwegs gelobt. Retta Müller-Schimmel (Grüne) sprach von einem gelungenen Platz, "der finanziell hoffentlich zu stemmen ist." Die Gebäude würden somit zu einem wichtigen Anziehungspunkt in der Innenstadt. Auch Renate Schroff (SPD) hatte einen "sehr positiven Eindruck" gewonnen. Die beiden getrennten Baukörper seien viel besser als ein Block. Dass sie einen offenen Blick gewährleisten, mache das ganze leicht und locker. Schroff gefielen die "freundlichen Bauten mit viel Licht."
Gefallen fand auch die Gestaltung der Bibliothek mit Leserampe und Lesegarten. Im Bürgerzentrum sind ein großer Saal vorgesehen mit einhundert Sitzplätzen und eine Empore mit 44 Plätzen. Beide Baukörper sollen 11,50 Meter (Bürgerzentrum) beziehungsweise 13,50 Meter hoch werden.


Zufahrts-Sorgen

Offen ist noch, wie die Anwohner zum Schlossgraben hin künftig in ihre Anwesen gelangen. CSU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schwab stellte fest, dass die Nachbarn ihre bisherige Zufahrt gerne wiederhaben würden. Ihm sei das bekannt, entgegnete Bürgermeister Hacker. Er habe den Bürgern auch schon geschrieben. Geklärt sei die Frage jedenfalls noch nicht. Möglicherweise könne man eine Fahrspur direkt von der Hinteren Gasse aus schaffen. Einschränkungen gebe es definitiv während der Baustelle.