Jetzt wissen die Mitglieder die Kirchengemeinde St. Johannis und des CVJM, was mit dem Geld aus der Christbaumaktion geworden ist. Anfang Januar hatte die erfolgreiche Aktion die stattliche Summe von über 9000 Euro erbracht. Das Geld ging an die lutherische Gemeinde in Sao Luis in Brasilien. Dort sind der gebürtige Forchheimer Hannes Kühn und seine Frau Andrea seit eineinhalb Jahren als Pfarrersehepaar tätig.
In Brasiliens Armenhaus im Norden des Landes ist es nicht leicht zu leben. Die Gemeindeglieder kommen aus den ärmeren Schichten und versuchen mit allerlei Jobs, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Trotzdem gibt es ein fröhliches und lebendiges Gemeindeleben mit Gottesdiensten und Bibelgruppe, Frauen- und Jugendkreis sowie Kindergruppe. Das Besondere ist die Musikschule, in der man Flöte, Gitarre oder Keyboard lernen kann. Über 60 Kinder und Jugendliche kommen regelmäßig zu den Proben und freuen sich auf die kostenlose Vesper am Schluss.
Was ist aus dem Erlös der Christbaumaktion geworden? Zwei neue Versammlungsräume sind entstanden, die Kirche wird demnächst innen angemalt, und der Hinterhof ist zu einem neuen Treffpunkt geworden. Noch träumt die Gemeinde davon, ein Nachbargrundstück zu erwerben, um einen Spielplatz einzurichten, denn so etwas gibt es in dem Viertel der Millionenstadt noch nicht. Er könnte mithelfen, Kinder von der Straße zu bringen und so den Händen der Drogenhändler zu entreißen.
Pfarrer Hannes Kühn und seine Frau Andrea haben sich für die nächsten zwei Jahre noch viel vorgenommen, vielleicht helfen weitere ausgediente Christbäume aus Forchheim dazu ... red