Von Ebersbach ins Heilige Land
Autor: Fränkischer Tag
, Freitag, 28. August 2026
Ahnenforschung: Silke Böhm sucht nach Spuren von Johann Wagner und kommt viel weiter zurück
Wer von Neunkirchen am Brand nach Ebersbach kommt, sieht kurz hinter dem Ortseingang eine kleine Sandsteinkapelle im neugotischen Stil. Nur wenige Meter weiter steht ein stattliches Wohnhaus mit Erker und einem für Franken ungewöhnlichen Krüppelwalmdach. Mittig am Giebel zur Straße hängt ein großes Kreuz. Das ungewöhnlich große Wohnhaus und die kostspielige Sandsteinkapelle zeugen vom Wohlstand der Familie Wagner.
Zugleich zeigen Kapelle und Kreuz, wie tief der katholische Glaube in der Familie verwurzelt ist. Für Silke Böhm, geborene Hemmer, gehören beide Gebäude seit ihrer Kindheit zur Familiengeschichte . Ihre Großmutter Barbara Wagner stammte von diesem Hof.
Vom Aufruf gehärt
Als Böhm den Aufruf zur Reihe „Abenteuer Ahnenforschung “ las, meldete sie sich bei der Redaktion. Sie hatte selbst schon versucht, ihre Vorfahren zu erforschen und sogar einen Volkshochschulkurs besucht. Doch für die mühsame Arbeit mit alten Schriften fehlte ihr schließlich die Zeit. Besonders über die Familie ihres Vaters Siegfried Hemmer wusste sie wenig.
Ahnenforscher Christian Zametzer konnte diese Linie nun deutlich weiter zurückverfolgen. Über Kriegsranglisten fand er die Eltern von Silke Böhms Großvater Adam Hemmer, geboren 1900. Von dort führten ihn Kirchenbücher weiter. Die Hemmer-Linie reicht nach Zametzers Recherche bis ins 17. Jahrhundert.
Besonders spannend wurde die Suche auf der Seite ihrer Mutter Zita Hemmer. Im Mittelpunkt stehen Silke Böhms Ururgroßeltern Johann Wagner (1858-1930) und Anna Wagner (1867-1931), geborene Leuthäuser aus Hetzles. Sie heirateten am 4. Juli 1894. Knapp ein Jahr später, am 16. Juni 1895, kam Sohn Georg zur Welt.