In der Bürgerversammlung in Langensendelbach sorgten die Straße zwischen Effeltrich und Langensendelbach sowie ein aktiver Biber für Unmut.

Ein Bürger monierte den „desolaten“ Zustand der Straße zwischen Effeltrich und Langensendelbach . Sowohl die Asphaltdecke als auch die Bankette dort spotteten jeder Beschreibung, wetterte Josef Güthlein. Bürgermeister Oswald Siebenhaar verwies darauf, dass für die Staatsstraße 2242 zwischen beiden Gemeinden das Straßenbauamt Bamberg zuständig sei. „Es stimmt, die Straße ist wirklich desolat, doch die Ursachen für Untätigkeit sind nicht bei den Behörden zu suchen“, meinte Siebenhaar. Auch er würde kein Kind mit dem Fahrrad auf diese Straße schicken.

Bei einer Zählung wurden tagsüber 4200 Fahrzeugbewegungen gezählt, berichtete Siebenhaar. 2018 habe Ministerpräsident Markus Söder versprochen, sich beim Straßenbauamt für eine schnelle Straßensanierung einzusetzen. Die Finanzmittel für die Sanierung und den erforderlichen Grunderwerb seien auch bereitgestellt und würden darauf warten, dass sie abgerufen werden. Das Straßenbauamt Bamberg teilte inzwischen mit, dass spätestens nach einem Dreivierteljahr, wenn der restliche noch ausstehende Grunderwerb nicht durchgeführt sei, das Projekt beendet werde. Die Bereitstellung des Geldes ende mit diesem Zeitfenster.

Der Gemeinderat Langensendelbach hat beschlossen, den Quadratmeterpreis für den Erwerb deutlich zu erhöhen, um die Sanierung zu gewährleisten. „Doch jetzt fehlt mir jegliches Verständnis für die Verweigerung einiger weniger Eigentümer“, zeigte sich Siebenhaar maßlos enttäuscht.

Der Grunderwerb für den Radweg Richtung Poxdorf, Igelsdorf, Bräuningshof und Bubenreuth bei den Anliegern gestaltete sich wesentlich verständnisvoller, erklärte Siebenhaar. Für den Rad- und Gehweg zwischen Langensendelbach und Igelsdorf wurden für Abtretung und Beurkundung nur eineinhalb Tage benötigt.

Auch Matthias Kern, Zweiter Bürgermeister, brachte bei einem Ortstermin seine Enttäuschung zum Ausdruck. Der Bevölkerung käme der Geh- und Radweg zugute. Nur eine neue Teerdecke aufzubringen, löse das Problem nicht, denn der Unterbau müsse erneuert werden. Das Straßenbauamt Bamberg sei unter den gegebenen Umständen nicht bereit, das Projekt weiterzuführen. Eher würde man die Geschwindigkeit auf 50 km/h reduzieren.