St. Anna, die Große
Autor: Mathias Erlwein
Forchheim, Donnerstag, 03. März 2022
Kirchenjubiläum Vor 50 Jahren wurde die Forchheimer St.-Anna-Kirche geweiht, die 600 Gläubigen Platz bietet und damit das größte Gotteshaus der Stadt ist. Am Samstag beginnt das Jubiläumsjahr mit einer Kunstausstellung.
Forchheim — Wer noch nie im Innenraum der Forchheimer St.-Anna-Kirche war, der hat zumindest eines verpasst: die Kirche mit den meisten Sitzplätzen in ganz Forchheim . „Etwa 600 Gläubige finden bei uns Platz, natürlich zu Zeiten vor Corona“, erklärt Pastoralreferent Georg Zametzer mit einem schweifenden, leicht wehmütigen Blick in das weite Rund der Kirche. Das geräumige Gotteshaus feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Kirchenjubiläum.
Am 15. Oktober 1972 weihte der damalige Bamberger Erzbischof Josef Schneider die St.-Anna-Kirche ein. Mit einer Veranstaltungsreihe über das ganze Jahr verteilt wird das Jubiläumsjahr gebührend gefeiert. Beginn des Jubiläumsreigens ist eine Kunstausstellung in der Kirche mit der Erlanger Künstlerin Marion Albrecht. Pastoralreferent Georg Zametzer konnte den Kontakt zu ihr herstellen, er kennt sie noch aus seiner Schul- und Studienzeit.
„Mittlerweile ist sie ganz schön herumgekommen, viele ihrer Bilder und Kunstwerke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, aber auch in Museen auf der ganzen Welt verteilt“, freut sich Zametzer auf ein Wiedersehen bei der Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung in der St. Anna-Kirche am morgigen Samstag, 5. März, um 19.30 Uhr im Pfarrsaal.
Für das Kirchenjubiläum St. Anna hat Marion Albrecht sogar eigens ein „Anna-Bild“ für die Vernissage mit dem Thema „Auf den Schwingen der Sehnsucht“ gemalt, verrät Zametzer. Sie stellt aber auch viele weitere Bilder aus ihrer Sammlung vor, die nach der feierlichen Eröffnung der Ausstellung noch bis zum 18. April in der Kirche zu besichtigen sein werden.
Kurze Bauzeit
Die Historie der für viele nicht so bekannten, weil etwas unscheinbar wirkenden St. Anna-Kirche, dürfte so manchem älteren Forchheimer sogar noch in einigermaßen guter Erinnerung sein. Der Weihe durch den Erzbischof ging eine relativ kurze Bauzeit von nur wenigen Monaten voraus. Im März 1971 begannen die Erdarbeiten, im Juni erfolgte dann schon die Grundsteinlegung und Ende Oktober erfolgte das Richtfest. So manche(r) heutige(r) Bauherr/-in dürfte bei dieser Zeitabfolge flehentlich die „gute alten Zeit“ zurücksehnen. Zwar war eine Einweihung – wie es sich gebührt – rechtzeitig zum Annafest 1972 geplant, doch vor allem die künstlerischen Arbeiten verzögerten sich etwas und die Weihe erfolgte schlussendlich dann erst im Oktober.